07:23 26 Januar 2020
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    Im ablaufenden Jahr 2015 sind weltweit 110 Journalisten ums Leben gekommen, wie die Menschenrechtsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ in ihrer Jahresbilanz über die Pressefreiheit berichtet.

    67 Reporter seien bei der Berufsausübung oder wegen ihrer Arbeit getötet worden. Bei weiteren 43 Todesfällen sei es bislang unmöglich, Motive und Umstände des Todes festzustellen.

    Seit 2005 sind insgesamt  787 Journalisten im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit ums Leben gekommen.

    Besonders viele Opfer waren in diesem Jahr im Irak, Syrien, Frankreich, im Jemen, im Südsudan, Indien, Mexiko, Philippinen und Honduras zu verzeichnen. Allerdings starben fast zwei Drittel der weltweit getöteten Journalisten außerhalb von Kriegen. Charakteristisch sei zum Beispiel der Anschlag auf die Zeitung Charlie Hebdo in Paris, bei dem allein 10 Journalisten ums Leben gekommen sind.

    Reporter ohne Grenzen machen darauf aufmerksam, dass diese Situation von einem Scheitern der Sicherheitsmaßnahmen für Journalisten zeugt.

    Die Regierungen vieler Staaten würden laut dem Generalsekretär der ROG,  Christophe Deloire, ihren Verpflichtungen zur Gewährleistung der Sicherheit für ihre Medienmitarbeiter nicht nachkommen können. Unverzüglich, so Deloire, sollte ein Vertreter des UN-Generalsekretärs zum Schutz von Journalisten eingesetzt werden.

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    Journalisten, Reporter ohne Grenzen