15:51 17 August 2017
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    Flüchtlinge vs. Terrorgefahr: „Deutsche wissen den Islam nicht richtig einzuordnen“

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    Die Flüchtlingskrise und die Terrorgefahr haben die Deutschen in diesem Jahr am meisten beschäftigt. 2016 stehen diese Themen ebenfalls hoch auf der Agenda. Laut dem Euro-Experten Dietrich Walther kann Deutschland den Islam noch nicht richtig einordnen und bekommt deswegen Angst.

    „2016 werden wir die eine Million erheblich überschreiten. Das erfordert natürlich zusätzliche Finanzmittel. Und wir müssen das in irgendeiner Form auch schaffen“, sagte Walther Sputniknews. Es müsse mehr Arbeitsplätze geben sowie klare Ausbildungsziele für die Menschen. Das Engagement der Bürger sei groß. „Das Einzige, was den Deutschen ein wenig und manchmal auch große Probleme bereitet, ist der andere Glaube, auch geprägt durch die ganzen Terrorszenen in Europa. Es weiß keiner so recht, wie man den Islam in dieser großen Menge einzugliedern hat“, sagte der Experte. Man sei vorsichtig zurückhaltend geworden.

    Den immer größeren Angstzustand beweist eine aktuelle Umfrage: Zwei Drittel der Bundesbürger rechnen laut YouGov mit einem Anschlag der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Deutschland im nächsten Jahr. Zuvor stellte das Meinungsforschungsinstitut fest, die Mehrheit der Deutschen sei für Bundeswehr-Einsätze im Fall von Terroranschlägen.

    „Wir sind ein relativ neutrales Land, aber wir müssen uns auf der anderen Seite mit dem Terrorismus befassen, das erfordert die Zusammenarbeit mit vielen anderen europäischen Staaten. Außerdem muss auch die Einreisekontrolle verstärkt werden“, äußerte dazu Walther. Es führe schon zu einer gewissen Angst, insbesondere an den Plätzen, wo sich viele Menschen treffen, weil es immer mehr Verrückte gebe, die als Attentäter tätig seien, in letzter Zeit zunehmend auch in Europa.

    Für ihn sei im Hinblick auf 2016 sehr wichtig, dass aus Europa eine einheitliche Wirtschaftszone entstehe: „Wir müssen sehen, dass wir wirtschaftlich zusammenwachsen, um uns auch gegen die starke Dominanz der amerikanischen Wirtschaft durchsetzen zu können.“

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