11:13 18 Oktober 2017
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    US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump

    Trump lässt Muslimin vor aller Augen rausschmeißen

    © REUTERS/ Jim Young
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    Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat am Freitag einen neuen Skandal provoziert. Bei seinem Wahlkampf-Auftritt in dem US-Bundesstaat North Carolina ließ er eine Muslimin mit Kopftuch widerwillig zum Ausgang befördern, wie die Zeitung The Daily Mail berichtet.

    Der Vorfall bei dem jüngsten Auftritt von Donald Trump im US-Bundesstaat North Carolina sorgte für viel Aufregung in der Presse. Die 56-jährige Muslimin kolumbianisch-palästinensischer Herkunft, Rose Hamid, erschien zur Trump-Rede mit der Absicht, die Aufmerksamkeit des Politikers mit seiner Rhetorik gegen Muslime auf sich zu ziehen und zu versuchen, seine kritische Einstellung zu ändern. Stattdessen aber wurde sie von der Polizei nach draußen begleitet.

    ​Zum Auslöser der Aktion wurde der Spruch "Salam, ich komme in Frieden" auf dem T-Shirt, das die Frau getragen hatte. Als Donald Trump angefangen hat, sich kritisch über syrische Flüchtlinge zu äußern, dass sie sich „mit der Terrorgruppe IS (arab. Daesh) verbunden fühlen“, stand die Muslimin stillschweigend aus Protest auf.

    Die Zuschauer gaben Buh- und Beleidigungs-Rufe von sich. Kurz daraufhin wurde die Frau von der Polizei aus dem Saal ausgeführt.

    ​Nach dem Zwischenfall hat Trump folgendes gesagt: „Gegen uns ist ein unheimlicher Hass gerichtet. Dies ist ihr Hass, nicht unserer“.

    "Manche haben sich dafür entschuldigt, dass ich raus musste. Aber der Rest… Es ist auffällig, was eine hasserfüllte Rhetorik ausrichten kann. Menschen werden von der Masse mitgerissen. Das zeigt, dass Menschen hasserfüllt und hässlich werden, wenn sie beginnen, andere Menschen zu dehumanisieren", schlussfolgerte Rose Hamid.

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    Tags:
    Muslime, Donald Trump, USA
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