06:22 23 August 2017
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    Stromverträge mit Ukraine werden nicht verlängert

    Moskau wird keinen Strom mehr an Ukraine liefern

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    Russland hat auf den Kauf ukrainischen Stroms für die Krim verzichtet, und wird infolgedessen auch den Vertrag über Stromlieferungen an die Ukraine nicht verlängern, berichtet die Zeitung Kommersant unter Berufung auf einen Vertreter des russischen Energieministeriums.

    Der Jahresvertrag über die Lieferungen von russischem Strom in die Ukraine trat am 30. Dezember 2014 in Kraft. Gleichzeitig einigten sich beide Seiten auf eine ununterbrochene Stromversorgung der Krim. Die Laufzeit beider Verträge – über Stromlieferungen aus der Ukraine auf die Krim sowie aus Russland an die Ukraine – endete am 1. Januar 2016.

    „Die Russische Föderation verhandelt nicht mehr über Stromlieferungen aus Russland in die Ukraine. Wir werden ihn (den Vertrag – d. Red.) nicht verlängern, da er von vornherein an den Vertrag über die Stromlieferung aus der Ukraine auf die Krim gebunden war“, zitiert die Zeitung einen Vertreter des russischen Energieministeriums.

    Der Vertrag mit Kiew über die Stromlieferung auf die Krim lief am 31. Dezember 2015 aus. Dabei stimmte Russland dem Vorschlag der Ukraine, im neuen Vertrag die Krim als ukrainisches Gebiet zu bezeichnen, nicht zu. Auch 93 Prozent der Krim-Bewohner stimmten in einer speziell durchgeführten Umfrage gegen diesen Wortlaut.

    Der Kommersant-Quelle aus Ministeriumskreisen zufolge traf die Regierung nach der Veröffentlichung dieser Sonderbefragung die Entscheidung, den Vertrag nicht mehr zu verlängern.

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    Tags:
    Strom, Kommersant, Krim, Ukraine, Russland
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