13:05 22 August 2017
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    Die Aura des Bösen: Immer mehr Britinnen in Reihen des Daesh

    © AFP 2017/ Tauseef Mustafa
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    Die Anti-Terror-Einheit der britischen Polizei ist besorgt über die wachsende Anzahlen der Britinnen, die in die von Extremisten kontrollierten syrischen Gebiete reisen.

    Wie die Agentur Press Association unter Berufung auf Polizeiangaben mitteilt, sind allein im vergangenen Jahr 56 Frauen nach Syrien gegangen, um sich der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) anzuschließen.       

    Als einen Resonanzfall beschrieb Polizeisprecherin Helen Boll zwei Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren aus Ostlondon, wo größtenteils Personen aus Nahostländern leben. Die Mädchen waren nach Syrien abgereist und heirateten dort Daesh-Kämpfer.        

    Nach Angaben des britischen Innenministeriums sind bereits rund 750 Briten, die sich zum Islam bekennen, im Irak und in Syrien in den IS-Kampf gezogen.    

    Immer öfter geraten Minderjährige unter den Einfluss radikaler Prediger.

    Der sogenannte Islamische Staat ist eine islamistische Terrororganisation, die vorwiegend im Irak und in Syrien agiert. Sie war im Jahr 2006 nach der Fusion von elf radikal gestimmten sunnitischen Formationen gegründet worden.

    Die Basis der Gruppierung bilden Kämpfer, die gegen die US-amerikanischen Truppen während derer Stationierung im Irak sowie gegen die Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad in Syrien gekämpft hatten. Die starke Expansion des IS wurde 2014 zu einem der größten globalen Probleme. Die Gruppierung rief in den von ihnen besetzen Gebieten ein „Kalifat“ mit der Hauptstadt Mossul aus und strebt nach territorialer Erweiterung.

    Eine einheitliche Front gegen den IS gibt es bislang nicht: Gegen die Terrormiliz kämpfen syrische Regierungstruppen, eine internationale Koalition unter US-Führung, kurdische sowie schiitische Milizen im Libanon und im Irak. Die Kampfhandlungen haben bereits Hunderttausende Menschenleben gefordert und mehrere Millionen Menschen obdachlos gemacht.

    Die russische Luftwaffe fliegt seit dem 30. September auf Bitten der Regierung in Damaskus Angriffe gegen Stellungen der Terrorgruppen Daesh und al-Nusra, die in den vergangenen Jahren weite Teile Syriens unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

    Russische Bomber töteten Hunderte Dschihadisten und zerstörten Tausende IS-Objekte: Feuerstellungen, Kommandobunker, Tankwagenkonvois mit Schmuggel-Öl. Mit russischer Hilfe konnten die syrischen Regierungstruppen zur Offensive übergehen und mehrere Gebiete befreien.

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    Tags:
    Dschabhat al-Nusra, Terrormiliz Daesh, Press Association, Baschar al-Assad, Libanon, USA, Irak, Syrien, Großbritannien
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