08:17 25 Oktober 2020
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    Die norwegischen Behörden haben auf Initiative des Polizeihauptamtes die Mitbürger aufgerufen, ihre nicht mehr benötigten Fahrräder abzugeben, damit die abzuschiebenden Migranten per Rad zurück nach Russland fahren können, wie die Webseite des Fernsehsenders TV2 berichtet.

    In der Zeit bis zum 19. November 2015 waren insgesamt  5500 Menschen, vorwiegend Flüchtlinge aus Nahost, über den Grenzübergang Storskog nach Norwegen eingereist. Da die Grenze laut den Regeln nur mit einem Verkehrsmittel passiert werden darf, hatten die ankommenden Migranten massenweise Fahrräder von Einwohnern der russischen Grenzorte gekauft und gleich nach dem Grenzübertritt stehengelassen.

    Die norwegische Regierung hat den Flüchtlingen Asyl in Anlehnung an das Gesetz verweigert, laut dem die aus einem sicheren Drittland kommenden Personen wieder in die Rückrichtung auszuweisen sind. Das Ministerium für Immigration und Integration hat bereits mehr als 1000 Asyl-Absagen erteilt und will nun keine Transitreisenden mehr aus Russland ins Land lassen.

    Da die Migranten laut Forderung der russischen Behörden auf die gleiche Weise zurückkehren sollen, wie sie ausgereist waren, brauchen sie wieder Fahrräder. Die norwegische Grenzbehörde hofft trotzdem, die russischen Kollegen umstimmen und die Flüchtlinge mit Bussen nach Russland befördern zu können.

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    Tags:
    Norwegen, Russland