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01:06 23 September 2019
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    Cockpit der in der Ukraine abgestürzten Passagiermaschine MH17

    Rosaviacia: MH17-Endbericht ist unvollständig, unbegründet und unglaubwürdig

    © REUTERS / Michael Kooren
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    Ermittlungen zu MH17-Absturz (224)
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    Die russische Luftfahrtbehörde Rosaviacia hat sechs neue Fakten genannt, die die Unglaubwürdigkeit der von den Niederlanden gezogenen Schlüsse belegen, denen zufolge die MH17 mit einer 9M38M1-Buk-Rakete abgeschossen worden sei.

    Diese Angaben sind in einem offiziellen Schreiben des Vizechefs der Behörde, Oleg Stortschewoj, an den Vorsitzenden des niederländischen Sicherheitsrates, Tjibbe Joustra, enthalten. 

    Die russische Seite reagiert damit auf den von den Niederlanden veröffentlichten Endbericht zu den Umständen des Absturzes der malaysischen Boeing 777.

    „Neue wichtige Tatsachen, die auf unglaubwürdige Daten hinweisen, die im Schlussbericht angeführt sind, wenn man voraussetzt, dass die Maschine von einer Fla-Rakete des Typs ‚Buk‘ abgeschossen wurde, sind: die Nichtübereinstimmung der im Bericht angeführten Charakteristika der Splitterelemente des Gefechtskopfes 9N314M; die Nichtübereinstimmung der im Bericht angeführten Charakteristika der Einschlaglöcher an den Flugzeugfragmenten mit denen die bei der Detonation eines Gefechtskopfes 9N314M entstehen“, heißt es in dem Brief.

    Außerdem ist die Nichtübereinstimmung des Aussehens, zumindest eines am Absturzort aufgefundenen Raketenfragments (der Hülle des dritten Abschnitts) mit dem Aussehen der Fragmente dieser Hülle, die bei der Detonation des Raketen-Gefechtskopfes der Serie 9M38 entstehen, offensichtlich. Es wurden eine Nichtübereinstimmung des Arbeitsalgorithmus des funkgesteuerten Raketenzünders 9M38 der Fla-Rakete „Buk“ mit den Bedingungen der Zerstörung des Flugzeugs, aber ebenso eine Nichtübereinstimmung der im Bericht angeführten räumlichen Position der Rakete bei der Beschädigung des Flugzeugs mit den Charakteristika des Splitterfeldes auf seinen Fragmenten fixiert. 

    Als letzter Beleg für die Unglaubwürdigkeit wird in dem Schreiben die Tatsache genannt, dass die Schlussfolgerungen über die wahrscheinliche Startzone der gelenkten Fla-Rakete, mit der die Maschine abgeschossen worden sein soll, den technischen Daten und Funktionsprinzipien von 9M38-Raketen nicht entsprechen.

    Die Boeing 777 der Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 aus bisher ungeklärter Ursache über dem umkämpften Gebiet Donezk in der Ostukraine abgestürzt. Alle 298 Insassen der von Amsterdam nach Kuala Lumpur fliegenden Verkehrsmaschine, darunter 85 Kinder, kamen ums Leben.

    In der Region lieferten sich die ukrainische Armee und bewaffnete Regierungsgegner zum damaligen Zeitpunkt heftige Gefechte. Die Regierung in Kiew und die örtlichen Milizen werfen sich gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben. Noch vor Beginn der Ermittlungen hatten viele kiewer und westliche Politiker die ostukrainischen Volksmilizen für den mutmaßlichen Abschuss verantwortlich gemacht und auch Russland eine Beteiligung vorgeworfen.

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    MH17, 9M38M1-Buk-Rakete, Rosaviacia, Niederlande