04:17 18 November 2019
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    Schlafmohn-Feld in Afghanistan

    Moskau: 3.000 bewaffnete „Opium-Hirten“ in Afghanistan

    © Foto: UN Photo/UNODC/Zalmai
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    Nach Angaben des russischen Föderalen Dienstes für Drogenkontrolle (FSKN), gibt es in Afghanistan gegenwärtig Tausende bewaffneter Milizen, die als sogenannte „Hirten“ die Arbeit von Bauern auf Mohnplantagen kontrollieren.

    „Die Landwirtschaft (in Afghanistan – Anm. d. Red.) wurde zerstört, die Bauern sind an der Drogenproduktion beteiligt. Die Bauern werden von einem,Hirten‘ mit Maschinengewehr beaufsichtigt. Mindestens dreitausend solcher Kämpfer befinden sich dort“, sagte der Chef der russischen Drogenaufsicht, Viktor  Iwanow, bei einem Treffen mit Journalisten.

    Laut Iwanow seien bewaffnete Milizen verschiedener Drogenmafias in einen Konkurrenzkampf verwickelt.

    „Man kann sie beliebig benennen: Taliban, Terroristen, IS und so weiter. Aber wie sie töten bleibt gleich: Sie schießen, sprengen und nehmen sich gegenseitig das Opium weg, darin werden auch örtliche Behörden und die Polizei verwickelt“, so Iwanow.

    Wie der russische UN-Botschafter Vitali Tschurkin Mitte September mitgeteilt hatte, haben die IS-Extremisten einen Teil der illegalen Transportkanäle für die Lieferung von Rauschgift aus Afghanistan unter ihre Kontrolle gebracht.

    Nach Angaben des russischen Außenministeriums, machten die Opium-Anbauflächen in Afghanistan im vergangenen Jahr 180.000 Hektar aus, wo über 3.000 Tonnen Opium hergestellt worden sei.

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    Tags:
    Drogen, Drogenhandel, Opium, Taliban, Islamischer Staat, Viktor Iwanow, Afghanistan