21:19 19 November 2019
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    Russische Gesundheitsministerin stellt das neue Ebola-Vakzin vor

    Kampf gegen Ebola: Russland bietet der Welt effektivstes Vakzin an

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    Der neue russische Impfstoff gegen das Ebola-Virus ist bisher nur Präsident Wladimir Putin vorgestellt worden. In der nächsten Woche wird der Impfstoff laut Gesundheitsministerin Veronika Skworzowa der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der 138. Tagung der Organisation in der Schweiz präsentiert.

    Wie Putin zuvor sagte, hat Russland einen neuen Impfstoff gegen das Ebola-Virus registrieren lassen, der bei entsprechenden Tests eine höhere Effizienz zeigt, als die Vakzine, die bislang in der Welt genutzt wurden.

    Entsprechend den Forderungen der WHO muss der Impfstoff zuerst offiziell registriert und getestet werden, bevor der Massenverbrauch beginnen kann.

    Laut Skworzowa wird der amerikanische Impfstoff der Firma Merck derzeit in Guinea getestet. Russland habe nichts dagegen, „wenn die Entscheidung getroffen wird, dass wir an einer offenen Vergleichsanalyse teilnehmen: So werden wir die Effizienz unseres Impfstoffes mit dem amerikanischen vergleichen können.“

    Am Vortag hatte die Gesundheitsministerin geäußert, dass Russland zu Lieferungen des Ebola-Vakzins in afrikanische Staaten in großen Mengen bereit sei.

    Nach Angaben des Direktors des Gamaleya Forschungsinstituts für Epidemiologie und Mikrobiologie, Aleksander Ginsburg, beläuft sich der Selbstkostenpreis für eine Dosis des russischen Ebola-Vakzins auf 150 bis 175 Euro.

    „2015 haben wir die Produktion dieses Impfstoffes extra erhöht, deswegen sind wir zu umfassenden Lieferungen bereit – 10.000 Ampullen pro Monat.“

    Es gebe bereits Vorbestellungen vom Institut Pasteur in Guinea. Präsident Putin habe sogar den Außenminister mit der Aufgabe betraut, beim Organisieren der Kampagne zu helfen.

    Die Gesundheitsministerin verwies darauf, dass eines der in Russland entwickelten und schon registrierten Medikamente gegen HIV angewendet werden kann.

    Die Ebola-Epidemie hat inzwischen mehr als 11.000 Menschen das Leben gekostet. Es sind mehr als 28.000 Ansteckungen registriert worden. Die meisten Opfer stammen aus Guinea, Liberia und Sierra Leone.

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    Tags:
    Ebola, Weltgesundheitsorganisation (WHO), Wladimir Putin, Guinea