22:34 04 August 2020
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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    Eine rekordhohe Zahl von verheirateten Flüchtlingskindern ist in diesem Herbst nach Schweden eingereist. Wie das „Schwedische Radio“ unter Berufung auf sechs Gemeindeleitungen mitteilte, halten sich dort etwa 70 verheiratete Minderjährige auf.

    Obwohl Kinderehen nach schwedischem Recht verboten sind, erlauben die Gemeindebehörden, so beispielsweise in Stockholm, in manchen Fällen das Zusammenleben von „Kinderpaaren“. 

    Laut der Mitarbeiterin des Sozialamtes Stockholm, Liselotte Tronders, leben solche Paare, wenn möglich nicht miteinander, vor allem wenn sie sehr jung sind. Wenn aber zwei Minderjährige miteinander verheiratet seien, tue man sich schwer, eine Entscheidung zu treffen.

    Die meisten verheirateten Mädchen sind 15 bis 17 Jahre alt, aber es gibt auch 13- und 14-Jährige.

    Wenn sich ein Kind beim Sozialamt als verheiratet meldet, entscheidet die Behörde über seinen weiteren Ehestand. Sollte das Kind den Wunsch äußern, mit dem Partner (der Partnerin) weiter zusammenzuleben, sieht sich das Amt in einer schwierigen Lage.

    In fünf der sechs angefragten Gemeinden wird es Kindern ab 15 Jahren in der Regel erlaubt, ihre Ehe fortzuführen. Anders in Göteborg: Falls mindestens einer der Ehepartner unter 18 ist, wird rechtlich verordnet, dass die Eheleute getrennt leben. Denn nach Meinung des örtlichen Sozialamtes werden viele Flüchtlingsmädchen zwangsverheiratet, was sie vor den Behörden verschweigen würden.

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    Migranten, Liselotte Tronders, Schweden