12:11 28 März 2017
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    Migranten in Frankreich

    Flüchtlingskrise: Planierraupen reißen Flüchtlingslager in Calais nieder

    © REUTERS/ Pascal Rossignol
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    Migrationsproblem in Europa (1258)
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    Die Stadtverwaltung des nordfranzösischen Calais hat angeordnet, mit Baggern und Bulldozern ein illegales Zeltlager zu räumen, das in der Nähe eines regulären Flüchtlingslagers – auch bekannt als „Dschungel“, entstanden war.

    Die Verantwortlichen rufen die Bewohner des Zeltlagers dazu auf, in extra eingerichtete Wohncontainer umzuziehen. Zudem fordert die Stadtverwaltung die Schließung der unerlaubten Cafés und Restaurants auf dem Gelände der illegalen Unterkunft. Zahlreiche Flüchtlingen lehnen sich jedoch gegen die Entscheidung der Stadtverwaltung auf.

    Indes schickt die Landesregierung schweres Gerät, um das widerrechtlich aufgebaute Lager abzureißen.

    „Wir bitten die Migranten, die Zelte zu verlassen und in Container, die extra für sie eingerichtet wurden, zu ziehen. Der Bürgermeister von Calais will die Zahl der Flüchtlinge reduzieren. Wir können es uns nicht leisten, 6.000 bis 8.000 Menschen aufzunehmen! Die Zahl muss so oder so reduziert werden“, sagte der stellvertretende Bürgermeister der Stadt, Philipp Mignonet dem TV-Sender RT. Tausende von Flüchtlingen, die es nach Großbritannien schaffen wollen, bleiben jedoch in ihren Baracken. Doch die Lage müsse sich ändern, so der stellvertretende Bürgermeister. Das Zeltlager sei längst zu einer Stadt mit Cafés, Restaurants und sogar einer eigenen Radiostation geworden.

    „In diesem Lager sind unerlaubte Objekte entstanden. Sie müssen verschwinden. Einfach verschwinden!“, so Mignonet.

    Als die Flüchtlinge erfahren haben, dass die Regierung ihr Lager räumen will, haben sie ihre Zelte einfach an einem anderen Ort wieder aufgestellt. Die Migranten werden sich dem Vorgehen der Regierung auch weiterhin widersetzen. Die Situation kommentierte der ehemalige Chef der antiterroristischen Abteilung der Londoner Polizei Kevin Hurley:

    „Dort sind an die 6.000 Menschen aus dem Nahen Osten und aus Nordafrika. Sie leben sehr gefährlich. Im ‚Dschungel‘ gibt es keinerlei Kontrolle, keine Polizei. Als ich persönlich dort war, wurde jemand erstochen. Niemand weiß genau, wer sich dort aufhält. Und wir müssen verstehen, dass 97 Prozent der Flüchtlinge junge Männer sind. Es sind nur wenige Frauen und Kinder darunter“, erklärte Hurley.  

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    Alle Kommentare

    • "... dass 97 Prozent der Flüchtlinge junge Männer sind"
      Soll das heißen.... 97 von 100 sind junge Männer???????... also 97% ????????
      Da hat sich aber sicher jemand verzählt.
      Und Gewalt soll es da geben? Ne... wie schrecklich.
      Das ist aber sicherlich nur in Calais so.... oder so?
    • avatar
      billyvor
      Ich habe bis heute nicht verstanden, wie die französische Regierung es überhaupt so weit hat kommen lassen können; schon ein "reguläres" Flüchtlingslager hätte es an der Stelle nicht geben dürfen.

      Als die ersten Flüchtlinge ankamen, hätte man das ganze Areal großräumig und absolut sicher absperren müssen; es war sonnenklar, dass immer mehr dazu kamen.
      Genauso wenig wie jeder Europäer hat auch kein einziger Flüchtling das Recht, den Tunnelverkehr wie auch immer zu behindern.
      Calais wird diese Flüchtlinge nie los werden; es sei denn es wendet Gewalt an.
      Und dazu hat Frankreich in meinen Augen alles Recht der Welt; denn die Herrschaften befinden sich bereits in "Sicherheit". Solche "Gäste" braucht kein Land.
    • Antwort anbillyvor(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      billyvor, ... solche "Gäste" braucht kein Land.... das schlimme daran ist, diese sog. "Gäste" sind aber schon fast in jedem Land und diese Gäste werden wir auch nie wieder los. Diese "Gäste" werden fordern, ihre angeblichen Reche geltend machen, laut schreien, da sie in der Minderheit sind und zumindest der "deutsche Michel" wird sie gewähren lassen, sich ihnen anpassen, bis auch hier eines Tages die Sharia gilt. Unsere Kinder werden uns verfluchen.
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      rkunz
      Tja, das haben sich die Franzosen, bzw. ihr Regime selbst eingebrockt. Aber mit dem Bulldozern lösen die Deppen das Problem bestimmt nicht. Die Leute sind nun mal da, werden sich woanders niederlassen und lassen sich mit dieser Aktion nicht einfach in Luft auflösen.

      Tja, Franzosen und Europäer, vielleicht mal Hirn einschalten und an die Konsequenzen eurer Kriege denken...
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      pepe021044
      Hier wird ein europäisches Land nach dem anderen von Massen geflutet wo keiner weis ob die mit guten oder schlechten Absichten kommen.Die EU wird es dann erst merken,wenn die vielen jungen Männern auf einmal Kalaschnikows in den Händen halten.Dann hauen als erstes die Politiker aus Brüssel und Deutschland ab und der Kleine Mann wird kämpfen müssen,wenn er nicht getötet werden will.Natürlich liegen die Ursachen dieser Flüchtlingswelle auf Seriten der westl.Welt,aber diese Ursachen können eben nicht so schnell beseitigt werden,aber man kann den Zustand in den Flüchtlingslagern regulieren und alle die sofort abschieben,welche sich nicht an die Gesetze des jeweiligen Aufnahmelandes halten.Hier muss man eben hart vorgehen,damit diese Flüchtlinge nicht gegen uns mal hart vorgehen.Diese Menschen haben keinen Skrupel zu töten,wir aber schon und das ist eben der Unterschied,woran die christliche Welt scheitern wird.
      Wer nicht friedlich ist,der muss die Härte spüren,nur so kann es gehen und nicht einen Schmusekurs fahren wollen wie diese dummen Gutmenschen,denn auch diese verblödeten Gutmenschen werden in Mitleidenschaft gezogen werden,sagt pepe,der Jüngere.
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