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19:55 14 Oktober 2019
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    Migranten in Europa, am 18. Januar

    Russlands Behörden warnen Flüchtlinge vor starkem Frost an finnischer Grenze

    © AFP 2019 / Dimitar Dilkoff
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    Flüchtlinge, die über das Gebiet Murmansk nach Finnland gelangen wollen und genötigt sind, mehrere Tage in Warteschlangen im Grenzgebiet zu verbringen, müssen sich in der starken Frostperiode um die eigene Sicherheit kümmern, die Lokalbehörden müssen sie entsprechend informieren, so der Vize-Gouverneur des Gebiets Murmansk, Alexej Tjukawin.

    Der Flüchtlingsstrom aus den Ländern des Nahen Ostens und Afrikas wächst im Süden des Gebiets Murmansk an der Grenze zu Finnland. Man hat den Migranten verboten, die Grenze auf Fahrrädern zu passieren, wie es früher möglich war. Diese Methode haben Tausende Flüchtlinge auf ihrem Weg aus dem Gebiet Murmansk nach Norwegen genutzt. Einigen Angaben zufolge legen die Flüchtlinge nun zusammen und kaufen alte Autos, in denen sie die Abfertigung am Grenzübergang abwarten.

    Am Montag wurde bekannt, dass ein Flüchtling nach fünftägiger Wartezeit an der Grenze in einem Auto gestorben war. Die Todesursache war indessen nicht Unterkühlung, wie viele Medien meldeten, sondern eine koronare Herzkrankheit. Dennoch warnen die Regionalbehörden die Flüchtlinge vor dem starken Frost im Polargebiet, bei dem ein Abwarten in Fahrzeugen gefährlich sein kann.

    „Gegenwärtig passieren den Grenzübergang an der russisch-finnischen Grenze täglich 5 bis 20 Personen. Sich bei starken Minustemperaturen im Raum des zeitweiligen Grenzpostens aufzuhalten, ist gefährlich. Das muss den Leuten klar sein“, so Tjukawin.

    Wie der Verwaltungschef des Kreises Kandalakscha, Andrej Iwanow, sagte, haben die Migranten auf ihrer Transitreise die Möglichkeit, in Hotels abzusteigen. Dort können sie auch eine aktuelle Information erhalten, wie viele Personen die finnische Seite am kommenden Tag aufzunehmen bereit ist, und ihre Abreiselisten erstellen. „Somit wird man einen langzeitigen Aufenthalt der Leute bei Frostwetter unter freiem Himmel in unbewohnter Gegend ausschließen können“, sagte der Chef der Kreisverwaltung.

    Der Vize-Gouverneur Tjukawin beauftragte den Verwaltungschef des Kandalakscha-Kreises, die Aufklärungsarbeit unter den Migranten fortzusetzen. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es keine amtlich bestätigten Informationen über Fälle von Erfrierungen“, verlautete aus der Regierung des Gebietes Murmansk.

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    Migranten, Alexej Tjukawin, Andrej Iwanow, Russland, Finnland