12:10 28 März 2017
Radio
    Die russische Botschaft in Berlin

    Anzeige gegen Reporter in Berlin Russische Botschaft mahnt zu Pressefreiheit

    © Flickr/ Lukas Plewnia/www.polen-heute.de
    Panorama
    Zum Kurzlink
    Fall Lisa (13)
    911017017123

    Die TV-Reportage über die mutmaßliche Vergewaltigung einer 13-Jährigen in Berlin zieht weiter Kreise. Die russische Botschaft in Berlin hat die Anzeige des Anwalts Martin Luithle gegen den Reporter Ivan Blagoy als einen Versuch kritisiert, die deutschen Behörden zu einer Einschränkung der Arbeit des Journalisten zu provozieren.

    Eine 13-Jährige aus einer deutsch-russischen Familie war am Montag vergangener Woche als vermisst gemeldet worden. Am Tag darauf wurde sie auf der Straße wieder aufgefunden. Der Fernsehjournalist Ivan Blagoy, der aus Berlin für den russischen Staatssender „Pervij kanal“ arbeitet, berichtete unter Verweis auf Familienangehörige, das Kind sei von drei Migranten entführt und mehrfach vergewaltigt worden. Die Polizei bestritt das. Daraufhin zeigte der Rechtsanwalt Martin Luithle aus Konstanz den russischen Journalisten wegen Volksverhetzung an.

    „Mit seinem Affront setzt der Anwalt den russischen Journalisten unter Druck und versucht, die deutschen Behörden dazu zu provozieren, die Tätigkeit des Journalisten einzuschränken. Das ist nicht annehmbar“, sagte der Pressesprecher der russischen Botschaft, Sergej Beljajew, zur Nachrichtenagentur RIA Novosti. „Das um so mehr, weil die internationalen Dokumente, die die Pressefreiheit garantieren, auch von Deutschland unterzeichnet worden sind.“

    Beljajew warf dem deutschen Anwalt vor, in sozialen Netzwerken gegen Russland Stimmung zu machen. Luithles Anzeige ähnele einem „Versuch eines politischen Versagers, mit der billigen PR-Aktion wieder auf sich aufmerksam zu machen“, so der Sprecher mit Blick auf die OB-Wahl in Konstanz. Er warnte, dass das Vorgehen des Anwalts die Pressefreiheit und damit einen der Leitsätze des Völkerrechts gefährde.

    Unterdessen hat die Berliner Staatsanwaltschaft den Fall um die mutmaßliche Vergewaltigung übernommen. Die Tante des betroffenen Mädchens teilte dem russischen Radiosender RSN mit, die Familie engagiere einen Anwalt – aus der Angst, dass die Sozialbehörden das Kind wegnehmen. Der Anwalt Roman Igler, der die Interessen der Familie vertritt, sagte der Berliner Zeitung: „Wir wissen nur: Das Kind war 30 Stunden in den Händen von Personen, die es misshandelt haben.“

    Themen:
    Fall Lisa (13)

    Zum Thema:

    Polizei dementiert: Keine Entführung von Mädchen durch Migranten in Berlin
    Puschkow: Kraftlosigkeit der deutschen Polizei vor Migranten – "absurd liberal"
    Tags:
    Deutschland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    • Никита
      Der Fehlende Part:
      Der Staats-Reporter Ivan Blagoy hat doch glatt vergessen, seinem Publikum zu sagen, dass er Teilnehmer auf einer NPD-Demonstration interviewt hat und nicht Angehörige des angeblichen Opfers.
      Inzwischen hat sich auch der Rechtsanwalt der Familie des Mädchens, Alexej Danckwardt, zu Wort gemeldet. In einer Pressemitteilung vom Mittwoch nimmt er stellvertretend für die Familie die Arbeit der Polizei in Schutz. Dort heißt es, aufgrund unsensibler, unangemessener Ausführungen eines Beamten sei bei den anzeigenden Eltern der Eindruck entstanden, die Polizei glaube ihrer Tochter nicht und würde nicht ermitteln. Dieses ist nicht der Fall, die Polizei ermittelt nach meinem Eindruck mit der nötigen Sorgfalt", so Alexej Danckwardt.

      Auch die Behauptung, die Familie beziehungsweise das Opfer hätten Flüchtlinge als Täter bezeichnet, dementiert der Rechtsanwalt. Laut dem Schreiben habe das Kind eine Täterbeschreibung abgegeben, nach der jetzt die Täter ermittelt werden." Die Familie des Opfers, selber Migranten, weist eine Beschuldigung einer Gruppierung als Täter weit von sich, so Danckwardt.
    • avatar
      „Versuch eines politischen Versagers, mit der billigen PR-Aktion wieder auf sich aufmerksam zu machen“
      Das deutsche Rechtssystem und seine Auguren in einem Satz zusammengefasst.
    • ABC WarriorAntwort anНикита (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Никита,
      also ist doch was dran, es ist nur noch nicht raus wer es war?
    • altes.fachbuch
      diplomatischer hickhack um ein delikt, von dem man nicht mal weiß, ob und was passiert ist
    • avatar
      ale_xandria
      Was soll das für Volksverhetzung sein?
      Der Reporter brachte das im russischen Fernsehn!

      Sind nun Leute in Russland gegen Migranten in Berlin verhetzt worden?
    • R. Lee Ermey
      Da muss er sich nicht wundern wenn er angeklagt wird:

      ""In der vierseitigen Anzeige an die Berliner Staatsanwaltschaft heißt es unter anderem: Der Korrespondent habe in einer Weise, die geeignet sei, den öffentlichen Frieden zu stören, seine in Deutschland lebenden russischsprachigen Landsleute zum Hass gegen Flüchtlinge aufgestachelt und zugleich indirekt zur Gewalt und Willkürmaßnahmen gegen sie aufgefordert.""

      Berlin-Marzahn: Angebliche Vergewaltigung einer 13-Jährigen: Staatsanwalt schaltet sich ein | Berlin - Berliner Zeitung - Lesen Sie mehr auf:
      www.berliner-zeitung.de/berlin/berlin-marzahn-angebliche-vergewaltigung-einer-13-jaehrigen--staatsan
    • R. Lee Ermey
      Und im Übrigen sollte die russische Botschaft mal den Ball flach halten.
      Immerhin belegt Russland im Ranking der Pressefreiheit von 180 Ländern gerada mal Platz 152.
      Da können die Russen froh sein, das Wort "Pressefreiheit" überhaupt zu kennen!

      www.reporter-ohne-grenzen.de/weltkarte/#map-RUS
    • Wo Beljajew recht hat, da hat er recht - ein Blindgänger, der nach Aufmerksamkeit schreit. Aber ist er deshalb ein politischer Versager?

      Nein - er erfüllt deutsche Standards. In dem Sinne ist Kritik Beljajews unzutreffend. Es ist sogar unfair, an deutsche Politiker russische Standards an zu legen.
    • Wo Beljajew recht hat, da hat er recht - ein Blindgänger, der nach Aufmerksamkeit schreit. Aber ist er deshalb ein politischer Versager?

      Nein - er erfüllt deutsche Standards. In dem Sinne ist Kritik Beljajews unzutreffend. Es ist sogar unfair, an deutsche Politiker russische Standards an zu legen.
    • Die pädophilen Straftäter müssen gefunden werden und zu mindestens 20 Jahre Haft und Zwangsarbeit verurteilt werden! Ausserdem muss der armen Lisa eine Entschädigung ausbezahlt werden in Form von Schmerzensgeld!!
    • Antwort anR. Lee Ermey(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      R. Lee Ermey, sie haben das nicht begriffen: Einen Russen können sie nicht aufhetzen. Die gehen da ganz entspannt ran und bewerten Dinge mit ihren moralischen und rechtlichen Maßstäben.

      Und die sitzen nicht da - sondern sie handeln. Aber ganz im Ernst - ein 13 Jahre altes Mädchen ohne Eltern verhören, auf welchem Planeten sind sie - wäre dies kein Kind mit Emigrationshintergrund, sondern eine Deutsche und die Eltern hätten einen Anwalt, so hätte inzwischen die halbe Polizeiinspektion ein Verfahren am Hals.

      Und ich würde ihnen auch noch eines anhängen, wegen akuter Dummheit. In einem solchen Fall muß ein jeder Mensch mit zumindest einem Amöbenhirn erst mal einen Arzt rufen und das Kind untersuchen lassen.
    • R. Lee ErmeyAntwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      der15.Franzose, nun regen Sie sich nicht glwich so künstlich auf, sa dass Sie ihre russische Beleidigungs Tour huer gleich abziehen müssen.
      Es geht hier vorrangig um die Pressefreiheit und dem "Journalisten" der gehetzt aühat und deshalb zu recht angeklagt wurde.
      Was mit dem Mädchen passiert ist wissen Sie nicht, weiß ich nicht, es wird nich ermittelt.
    • Ich kann als Deutscher Soldat der Russischen Förderation für so viel Pressefreiheit und Aufklärung nur danken! In Deutschland hat man als Deutscher keine Chance mehr, man kommt buchstäblich unter die Räder des Systems. Inzwischen übernehmen Muslime die Bundeswehr und fordern sogar noch mehr Einwanderung. www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_76708330/uebergriffe-koeln-muslimische-bunde
    • La deutsche Vita Antwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      der15.Franzose,
      Du hast keinen blassen Schimmer vom Thema, willst aber groß mitreden. Du kritisierst Standarts in Medien die du selber nicht kennst. Peinlicher geht es wohl nicht mehr...
    • La deutsche Vita Antwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Ritterkreuzträger,
      " für so viel Pressefreiheit und Aufklärung nur danken!"

      Hahaha, lange nicht so gut gelacht!
    • avatar
      otto-remagen
      Wer "freien und informativen " Journalismus erleben will , gehe auf T-online .
    • KonstantinAntwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      der15.Franzose, stimmt, bei der Vermutung einer Vergewaltigung, gehört das Mädchen, zusammen mit den Eltern , als erstes in eine Gerichtsmedizin, um dort alle wichtigen Dinge zu sichern.
    • avatar
      Hans-ChristianAntwort anKonstantin(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Konstantin, ich habe auch keinen Zweifel das seitens der berliner Polizei versucht wurde das Mädchen und ihre Familie unter Druck zu setzen, anders kann ich mir nicht vorstellen das die Famielie auf Beistand durch die russische Botschaft verzichtet hat. Das seitens der Polizei die in solchen Fällen übliche Vorgehensweise unterlassen wurde ist ein weiteres Indietz das da etwas vertuscht werden sollte. Auch wundert es mich bei diesem Hintergrund wenig, dass es bei den Bürgern mit russischen Migrationshintergrund zu Aufruhr gekommen ist, hat man dadurch doch auch seine eigenen Rechte gefärdet gesehen. Diese Ängste zu publizieren und seine eigene Meinung dazu zu veroffentlichen ist Rechtlich durch die Pressefeiheit abgesichert, dieses Recht nun einem russischen Reporter nicht zu zugestehen untergäbt auch das Recht aller anderen aus dem Ausland Akreditierten Jornalisten und ist nichts anderes als ein weiterer Schritt zur Diktatur und Überwachungsstaat...
    • KonstantinAntwort anHans-Christian(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Hans-Christian, Unsere Presse weiß eben,was die Leser nicht lesen wollen.
    • Antwort anLa deutsche Vita (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      La deutsche Vita, Alinchen, bleib mal locker..... in Sachen Auslassungen und Volksverhetzung sind unsere gar nicht zu toppen. Wo wir gerade beim Ausnutzen des Leides von Kindern sind, schon die Teddybärenlüge vergessen?

      Vorsätzliche Volksverhetzung durch Bundestagsabgeordnete... Was ist dagegen ein Journalist, der einen Untertitel vergißt?
    neue Kommentare anzeigen (0)