19:11 29 März 2017
Radio
    Flüchtlingsheim in Kopenhagen

    Dänemark: Flüchtlingslager künftig nur außerhalb von Städten?

    © AP Photo/ Per Rasmussen
    Panorama
    Zum Kurzlink
    21740311711

    Beschlagnahme von Wertgegenständen, erschwerter Familiennachzug – Dänemark hat heute in zweiter Lesung ein neues Asylgesetz gebilligt und gleich danach auch noch einen Antrag der Dänischen Volkspartei - Flüchtlingslager außerhalb von Städten einzurichten – zum Beschluss erhoben.

    Nach Angaben von „Die Welt“, hat das dänische Parlament heute ein verschärftes Asylgesetz gebilligt, wonach persönliche Wertgegenstände von Migranten beschlagnahmt werden können, um deren Unterbringung und Verpflegung zu finanzieren. Am selben Tag erhob die Behörde auch einen Antrag zum Beschluss, der in Zukunft erlauben könnte, alle Flüchtlinge außerhalb der Städte in dafür speziell erbauten „Dörfern“ unterzubringen. Über diese Maßnahmen werde nun im März  entschieden,  meldet Reuters.

    Zuvor war berichtet worden, dass auch ein anderer Vorschlag der Dansk Folkeparti (DF) angenommen wurde: Nach dem Entwurf soll nun in der dänischen Hafenstadt Randers Essen aus Schweinefleisch "zentraler Bestandteil des Angebots"  in Kindergärten oder Schulen werden.

    Angeblich gebe es in einigen dänischen Einrichtungen kein Schweinefleisch, da Kinder mit Flüchtlingshintergrund sie als Muslime nicht essen dürfen und unterschiedliche Speisen für Kinder verschiedener Konfession zuzubereiten viel zu aufwendig sei. 

    In Dänemark waren im vergangenen Jahr rund 21.000 Flüchtlinge angekommen. Zum Vergleich: In Deutschland sind fast 1,1 Millionen Flüchtlinge eingereist.

    Laut Angaben der europäischen Grenzbehörde Frontex sind im Jahr 2015 mehr als 1,2 Millionen Migranten in die Europäische Union eingereist. Nach Einschätzung der EU-Kommission ist die gegenwärtige Migrationskrise die schwerste seit dem Zweiten Weltkrieg.

    Zum Thema:

    Dänemark: Nachtclubs verhängen Besuchsverbot für Flüchtlinge
    Sex-Übergriffe durch Migranten: Dänische Kommune findet Lösung
    Wider den Migrantenzustrom: Dänemark verlängert Grenzkontrollen zu Deutschland
    Dänemark: Parlament will Beschlagnahme bei Flüchtlingen ermöglichen
    Tags:
    Migranten, Migrationspolitik, Flüchtlingsheim, Dansk Folkeparti (DF), Europäische Union, Dänemark
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Alle Kommentare

    • avatar
      Thomas
      Beschlagnahme von Wertgegenständen?
      Klau durch den Staat.
      Den Rest hatten schon die kriminellen Schlepper und das Organisierte Verbrechen auf der Fluchtrute kassiert.
      Den Rest holt sich der Räuberstaat, damit die frieren, hungern und betteln müssen.
      Halt auf der Flucht Verwahrlosen.

      Die Würde des Menschen in Europa und der Staat im Umgang mit Menschen.
    • avatar
      ale_xandriaAntwort anThomas(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Thomas, //Warum bezeichnen Sie das als "Klau"?
      In Österreich darf jemand, der Sozialhilfe empfängt, keinen Besitz haben.

      Eine Verwandte von mir mit zwei Studien, die keine Arbeit findet, musste ihre private Pensionsversicherung, die ihre Eltern für sie angelegt hatten, mit großem Verlust verkaufen, damit sie nach Aufbrauchen dieses Geldes die Mindestsicherung bekommt.

      Warum sollen Flüchtlinge besser behandelt werden als die eigenen Staatsbürger?
    • Antwort anale_xandria(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      ale_xandria, ... als "Klau" bezeichnen die Gutmenschen es, wenn man den "armen Menschen" etwas nimmt. Als "gerecht" bezeichnen die Gutmsnchen es, wenn man den "wohlhabenden Menschen" etwas nimmt. Daß der "Wohlhabende" sich den Wohlstand hart und ehrlich erarbeitet hat, wird geleugnet, weil man glaubhaft machen will, daß der Wohlstand auf kriminelle Art und Weise entstand und der Wohlstand die Schuld an der Armut anderer trägt. Jedoch ist jeder für sein eigenes Handeln und die daraus resultierenden Folgen selbst verantwortlich. Die Frage, warum Flüchtlinge besser behandelt werden sollen als die eigenen Staatsbürger interessiert die Gutmenschen auch nicht, denn die Gutmenschen wollen alle Menschen gleich sehen. Das geht nur, indem man alle "gleich arm" und "gleich dumm" macht. Also, den Armen geben, den Reichen nehmen. Alles nur eine Frage des "Gerechtigkeitsgefühls".... was aber noch lange nicht Recht ist und auch nicht Recht werden darf.
    • Antwort anale_xandria(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      ale_xandria, Nachtrag.... "Den Rest holt sich der Räuberstaat, damit die frieren, hungern und betteln müssen."
      Einen Staat, wie die BRD, der die Flüchtlinge aufnimmt und versorgt als "DUMM" zu bezeichnen, das kann ich nachvollziehen. Den Staat als "Räuberstaat" in bezug auf den Steuerzahler zu bezeichnen, kann ich auch verstehen. Den Staat als "Räuberstaat" in Bezug auf die Flüchtlinge, deren Versorgung und Unterkunft zu bezeichnen, ist eine UNVERSCHÄMTHEIT. Aber diese Art von Logik findet man häufig unter den Gutmenschen
    • avatar
      Reini
      Und schon wieder muss ich auf die Frauenmasche eingehen. Dort sind Männer am Ruder und keine naiven Damen wie Mutti die lieber Selvis machen.
    • avatar
      ThomasAntwort anale_xandria(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      ale_xandria, schauen Sie ins Strafgesetzbuch, was dort nach unserem Rechtsverständnis drin steht.
      Recht muss immer gleich sein. Den Antrag von Bezug von Staatlichen Leistungen zu beschränken solange Eigenvermögen in bestimmter Höhe vorhanden ist, ist etwas anderes.

      Ich denke hier stehen die Flüchtlinge nur als Versuchskanienchen, um nach TTIP, CETA und TISA EUMERIKA das asoziale USA- Sozialsystem überzustülpen.
      Mit dem Unterschied? Hier plündert man Privatrücklagen auf nichts, und dort nicht.
      dejure.org/gesetze/StGB/242.html
      dejure.org/gesetze/StGB/243.html

      Im letzten Link zu (6)
      § 243
      Besonders schwerer Fall des Diebstahls
      (6) stiehlt, indem er die Hilflosigkeit einer anderen Person, einen Unglücksfall oder eine gemeine Gefahr ausnutzt ....

      Was sagt nun das allgemeine Rechtsempfinden bei ihnen dazu?

      Besonders schwerer Fall des Diebstahls bei ihnen völlig normal und völlig zu recht legitimiert?

      In ihre Nähe möchte ich nicht kommen.
    • avatar
      ale_xandriaAntwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Ader, // Eigentlich bin ich die falsche Adressse.
      ICH habe nicht von Räuberstaat gesprochen.
    • Antwort anale_xandria(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      ale_xandria, ... ich weiß., Sie haben nicht vom Räuberstaat gesprochen, das war ein Nachtrag zum Begriff "KLAU"
    • avatar
      ale_xandriaAntwort anThomas(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Thomas,
      Und ist es in Ihren Augen Diebstahl, wenn man von einer 28jährigen, die absolut nichts hat als eine Pensionsversicherung, die ihr später einmal eine Unterstützung für eine Minirente sein sollte, verlangt, dass sie diese mit hohem Verlust vorzeitig auflöst?
      Ist das überhaupt ein "Besitz"?
      Ich empfinde es nicht als Diebstahl. So ist einfach das Gesetz. Sozialbeihilfe gibt es nur, wenn nichts mehr da ist.

      Wenn man das von den eigenen Staatsbürgern verlangt, dann kann man auch von den Flüchtlingen verlangen, dass sie - wenn sie Vermögen oder Wertgegenstände haben - für die Unterbringung und Verpflegung etwas beisteuern.
      Schließlich kostet ein Flüchtling pro Monat ca 1000€
    • Antwort anale_xandria(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      ale_xandria, .... fragen Sie den Herrn lieber nicht zu konkret und zu direkt.... er könnte Ihnen Antworten, Sie hätten nicht die erforderlichen Gesetzestexte, Richtlininien und Verordnungen in Ihrer Bibliothek. Auch habe er nicht die Zeit Ihnen die entsprechenden Quellen aus den entsprechenden Gesetzen zu kopieren. Da müssten Sie sich schon selbst schlau machen. Jedoch haben Sie Recht. Erst wenn Sie nichts mehr haben, dann haben Sie Recht auf Sozialhilfe.
      Somit kann dasselbe von einem ausländischen Staatsbürger gefordert werden, der Sozialhilfe in Deutschland od. Österreich in Anspruch nehmen will. Ob dieser Ausländische Staatsbürger überhaupt ein Recht hat auf österreichische oder deutsche Staatskosten zu leben, das wäre auch noch zu überprüfen. Ich behaupte... Illegale Einwanderer und Wirtschaftsflüchtlinge haben kein Recht auf Asyl, noch auf Sozialhilfe. Sie gehören abgeschoben, in das Land wo sie herkommen.
    • Hier scheinen manche Leute zu vergessen das Flüchtlinge keine Sozialhilfe-Empfänger sind und das Dänemark andere Gesetze als, z.B., Östereich oder die BRD hat. Wenn man den Flüchtlingen all ihre Habe(die die sie noch haben) wegnimmt, dann nimmt man ihnen auch die Möglichkeit, zurück, nach daheeme, zu kommen oder weiter zu reisen. Man sperrt sie quasi ein.

      Wenn man dazu dann noch Flüchtlings-Konzentrations-Lager ausserhalb der Gesellschaft baut, um sie auf jedenfall an einer Integration zu hindern, dann ist das mehr als nur bedenklich. Seit froh, dass ihr das Glück hattet in Mittel-Europa geboren zu sein, zu einer Zeit, in der es, im Moment, friedlich ist.

      Das, allerdings, könnte sich schneller ändern, als das es dem ein oder anderem lieb ist.
    • Antwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Eardwulf, ... man nimmt den Flüchtlingen nicht "all Ihre Habe"... "Flüchtlingsghetto" wäre der bessere Begriff.
      Mit dem Frieden ist es schon vorbei, Sie haben Recht, der Terror hat schon Einzug gehalten in Europa.
    • avatar
      Joesi
      Vorrang des Asyls ist Leben retten...und heisst keineswegs Integration, die nur zu 1% funktioniert und funktionieren kann.
    • zimbo Antwort anThomas(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Faymann und Fischer nehmens von den Steuerzahlern, nicht von den Illegalen.
    • zimbo Antwort anale_xandria(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Warum ?

      Weil sie Rotgrün wählen.Die Gemeindewohnung spielt als Werkzeug der Unterdrückung eine wichtige Rolle.
    • Antwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Es ist eine Sache, wenn man mich falsch versteht, eine andere, wenn man mich falsch verstehen will. Wie kann von einem Ghetto gesprochen werden, wenn diese Lager, wie im Artikel beschrieben, vom Staat angelegt werden.

      Wie würde es Ihnen gefallen, wenn Sie als Flüchtling, Hilfesuchender, in einem Land ankommen, welches Ihnen Ihren Wertsachen abnimmt und Sie anschliessend in ein abgelegenes Lager steckt?

      Zum Terror, ich bin zwar nicht für Äpfel- und Birnen-Vergleiche aber: www.validome.org/blog/news/Item-58 (Erdnüsse gefährlicher als Terroristen?)

      Nochmal zurückkommend auf den Begriff Ghetto, nur damit Sie wissen mit welchen Ausdrücken Sie handieren: de.wikipedia.org/wiki/Ghetto

      Und noch etwas, wenn Sie sich daran stören, wie ihre, jeweilige, Regierung mit seinen sozial Schwächsten(HarzIV/ Sozialhilfeempfänger/ ...) umgeht, dann gehen Sie gefälligst auf die Strasse und Protestieren Sie dagegen!
    neue Kommentare anzeigen (0)