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    Der Fall Litwinenko (147)
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    Laut dem Abgeordneten der Staatsduma (russisches Unterhaus) Andrej Lugowoi, der von London des Giftmordes am russischen FSB-Offizier Alexander Litwinenko beschuldigt wird, hat der Geheimdienst MI-6 versucht, ihn anzuwerben.

    Großbritannien habe ihm im Mai 2006 erstmals das Einreisevisum verweigert, nachdem der Geheimdienst MI-6 vergeblich versucht hatte, ihn in eine Zusammenarbeit hineinzuziehen. Bis dahin habe er britische Visa immer erhalten, sagte Lugowoi  im russischen Fernsehen am Donnerstagabend.

    Der Leiter der offenen Untersuchungkomission zum Tod Litwinenkos, Coroner Robert Owen, hat am Donnerstag in seinem Bericht den russischen Staat für den Tod des russischen Geheimdienst-Offiziers verantwortlich gemacht. Aus dem Bericht geht hervor, dass  Litwinenko am 1. November 2006 von Andrej Lugowoi und seinem Freund Dmitri Kowtun bei einer Teerunde vergiftet worden sei.

    Wie Lugowoi zuvor gesagt hatte, hatten britische Experten ihn mithilfe eines Lügendetektors geprüft und waren zu dem Schluss gelangt, dass er nicht in Litwinenkos Tod verwickelt sei.

    „Litwinenko verstarb im November 2006. Von März bis April war mir ganz offen eine Zusammenarbeit (mit MI-6 – Anm. d. Red.) vorgeschlagen worden. Um mich irgendwie dazu zu motivieren, wurde mir im Mai 2006 das Einreisevisum verweigert. Nach meinem Telefongespräch mit Litwinenko (…) wurde mir unerwarteter Weise die Einreise wieder genehmigt. Ich habe diese beiden Ereignisse immer im Zusammenhang miteinander betrachtet“, so der Abgeordnete.

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    Tags:
    Alexander Litwinenko, Robert Owen, Andrej Lugowoi, Russland, Großbritannien