09:05 17 Dezember 2017
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    Pierre Richard in Nowosibirsk (Archiv)

    Auf Druck aus Kiew? Pierre Richard sagt Gastspiele auf Krim ab

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    Der weltberühmte Schauspieler Pierre Richard hat seine Gastreise auf die Krim abgesagt. Russische Organisatoren sprechen von „aggressivem Druck“ und sogar von „Drohungen“ aus Kiew.

    Der französische Komiker sollte am 10. und 11. Februar auf der Schwarzmeer-Halbinsel mit seinem Theaterstück „Pierre Richard III.“ auftreten. Laut den russischen Organisatoren ist die Reise unter den jetzigen Umständen unmöglich. „Das ist vor allem mit einem harten und aggressiven Druck vonseiten der Ukraine verbunden“, sagte einer der Organisatoren der Nachrichtenagentur RIA Novosti. Nach seinen Worten hat es sogar „Drohungen gegen Leib und Leben“ gegeben. Am 4. Februar wird Pierre Richard zu einer viertägigen Tour in Moskau erwartet.

    Die Krim-Bevölkerung hatte im März 2014 – nach gut 22 Jahren in der unabhängigen Ukraine – bei einem Referendum mehrheitlich für eine Wiedervereinigung mit Russland gestimmt. Anlass für die Volksabstimmung war ein nationalistisch geprägter Umsturz in Kiew.

    Die neue ukrainische Regierung erkennt die Abspaltung der Krim nicht an und bestraft Politiker, Schauspieler und Sportler, die die Schwarzmeerhalbinsel ohne Zustimmung Kiews besuchen, mit Sanktionen. Sie alle landen auf der Liste „Mirotworez“, auf der seit Januar 2015 „Feinde“ des ukrainischen Staates geführt werden.

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    Tags:
    Pierre Richard, Krim, Russland