18:36 05 Dezember 2019
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    Russland lädt zum Schlemmen ein! Embargo macht Moskau zu kulinarischer Metropole

    © RIA Novosti . Inna Finochka
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    Eine unerwartete Folge des Lebensmittelembargos Russlands gegen westliche Länder ist „ein beachtliches und verblüffendes Wiederaufleben der russischen Küche“, schreibt die US-Wochenschrift „Newsweek“.

    Die von Russland beschlossenen Gegenmaßnahmen als Antwort auf das Exportverbot durch westliche Länder haben „zu einer von Hipstern inspirierten hausgemachten Revolution geführt, die Moskau in eine der interessantesten kulinarischen Hauptstädte Europas verwandelt hat“.

    Die aus den USA stammende Locavores-Bewegung, deren Anhänger sich ausschließlich von Lebensmitteln ernähren, die in der näheren Umgebung angebaut werden, hat sich weltweit ausgebreitet. In Russland sei der neue Trend eher eine Notwendigkeit, die die Bürger jedoch in ein „Schicksalsgeschenk“ verwandelt hätten, so „Newsweek“.

    „Das ist eine sehr einfache und schöne Idee: der Boden, auf dem du lebst, ernährt dich. Moskau ist eine hinreißende Arbeitsstätte. Ein Kochteam ist bereit, auf grüner Wiese alles nur Mögliche zu erfinden“, zitiert „Newsweek“ den Franzosen Jerome Romaire, den Chefkoch eines Restaurants im Zentrum Moskaus.

    Viele Unternehmer sind daran interessiert, Lebensmittel aus russischen Regionen auf den Markt zu bringen. So werden in einigen Geschäften Gouda-Käse aus russischer Produktion sowie getrocknete und marinierte Pilze wie auch Riesenmantas auf sibirische Art angeboten.

    „Wir wollen ganz Russland erfassen. Wir versuchen, den verschiedensten Regionen Russlands Tribut zu zollen und Erzeugnisse aus den Regionen in Moskau zu zeigen und die Menschen darüber aufzuklären, was es in ihrem Land gibt“, zitiert „Newsweek“ einen Mitarbeiter der Farmergenossenschaft „LavkaLavka“.

    Die meisten der teuersten Restaurants Russlands hätten früher vorwiegend ausländische Delikatessen angeboten und nur westliche Tendenzen verfolgt. Jetzt würden die Betriebe des Gaststättenwesens die einheimische Kultur – und zwar nicht nur die kulinarische – in den Vordergrund rücken, so die Zeitschrift.

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