18:43 16 August 2018
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    Anti-Terror-Einsatz in Russland

    Russland: Ex-Kämpfer in Syrien packt aus und nennt Namen Dutzender Terroristen

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    Ein ehemaliger Kämpfer, verurteilt wegen seiner Teilnahme an rechtswidrigen bewaffneten Formationen, hat die Namen von Mitstreitern genannt, die Terroranschläge vorbereitet haben, darunter auf dem Territorium Russlands, schreibt am Dienstag die russische Zeitung „Kommersant“.

    „Dank der Kooperation mit der Ermittlung eines jener ehemaligen Kämpfer (Islambek –d. Red.), die in Syrien gekämpft haben, sind den Mitarbeitern des Föderalen Sicherheitsdienstes FSB die Namen Dutzender seiner Mitstreiter bekannt geworden, darunter auch jener, die für die Verübung von Terroranschlägen in Russland ausgebildet wurden“, schreibt die Ausgabe.

    Unter den von Islambek Genannten befindet sich der 27-jährige Raschid Jewlojew, ein Bewohner von Nordossetien-Alanien, der in Syrien eine Ausbildung als Diversant und Terrorist durchlaufen hat.

    Islambek selbst hatte sich der Ausgabe zufolge 2013 den syrischen Kämpfern in einem Lager in Istanbul angeschlossen. Wie er sagte, befanden sich dort etwa 1.500 Personen russischer Herkunft. Zu ihrer Bewaffnung gehörten neben Schützenwaffen auch Granatwerfer und Fliegerabwehrsysteme, schultergestützte Boden-Luft-Lenkwaffensysteme des Typs „Igla“ und „Strela“. In diesem Lager war  auch der Angeklagte Jewlojew, der bei den Sprengmeistern wohnte und dem Chefinstrukteur für Minen- und Sprengarbeiten unterstand. Wie der Zeuge behauptet, wurden die Diversanten für Einsätze außerhalb Syriens ausgebildet.

    Jewlojew wurde in Deutschland festgenommen und an die Russische Föderation ausgeliefert, er streitet seine Teilnahme an Kampfhandlungen ab.

    In letzter Zeit akzentuieren die russischen Behörden die Aufmerksamkeit auf die von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS, auch Daesh) in Syrien ausgehende Bedrohung. Der FSB schätzt die Zahl der vom IS angeworbenen Bürger Russlands auf 1.700 Personen. Eine große Resonanz hatte in Russland die Festnahme der Moskauer Studentin Warwara Karaulowa an der Grenze zu Syrien gefunden, die später nach Russland deportiert wurde.

     

     

    Tags:
    Terrormiliz Daesh, FSB-Grenzdienst Russlands, Deutschland, Nordossetien, Russland, Syrien
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