06:25 11 Dezember 2017
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    Kölner Terrorfahndung: Mutmaßlicher Bombenbauer nur passionierter Biker?

    © REUTERS/ Wolfgang Rattay
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    Weil ein „arabisch aussehender“ Mann unweit von Köln verdächtige Chemikalien gekauft hat, leitete die Polizei die Fahndung nach ihm ein. Den ganzen Tag sorgte diese Nachricht für Aufregung in der ganzen Stadt, schon befürchtete man die Absage des Rosenmontagszugs. Schließlich stellte sich der Chemikalienkäufer selbst der Polizei.

    Nach Angaben der Bild-Zeitung hat sich der Mann, der am Vorabend eine große Menge von Ammoniumnitrat gekauft hat, noch am selben Tag der Polizei gestellt, offensichtlich nachdem er sein eigenes Konterfei von den Baumarkt-Kameras in den Nachrichten gesehen hat.

    „Die offenbar gesuchte Person hat sich bei der Polizei gemeldet. Vieles deutet darauf hin, dass es sich bei der Person tatsächlich um den von uns gesuchten Mann handelt, der im Baumarkt die Chemikalien gekauft hat“, zitiert das Blatt einen Polizeisprecher.

    Der Kauf der Stoffe, die bei entsprechenden Kenntnissen in ein explosives Gemisch verwandelt werden könnten, habe aber offensichtlich einen „harmloseren Hintergrund“, so Bild.

    Die Kölner EXPRESS-Zeitung berichtete, dass der der Mann bei seiner Vernehmung angab, die Chemikalien für sein Motorrad gekauft zu haben – um es zu beizen.

    Ob das nun der Wahrheit entspricht oder nicht — immerhin können die Rosenmontagszugs-Fans aufatmen: „Wir bleiben erst mal gelassen. Die Polizeibeamten in Köln sehen derzeit keinen Kausalzusammenhang zwischen der Fahndung und dem Rosenmontagszug“, sagte der Kölner Umzugsleiter Christoph Kuckelkorn am Vorabend.

    Tags:
    Terrordrohung, Köln, Deutschland
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