13:37 31 März 2020
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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    Es hat keinen toten Flüchtling in Berlin gegeben, berichten jetzt deutsche Medien. Ein Flüchtlingshelfer habe die Geschichte frei erfunden.Die Meldung von einem syrischen Flüchtling, der nach langem Warten vor dem Lageso in Berlin gestorben sei, ist nach Angaben der Polizei falsch, schreibt Spiegel-Online.

    Nach der Befragung des Mannes habe ein Behördensprecher am späten Mittwochabend mitgeteilt: „Er hat zugegeben, dass er alles frei erfunden hat." Über seine Motive sei bislang nichts bekannt.

    Der Helfer habe zwar „die ganze Republik verrückt gemacht", aber eine Straftat sei sein folgenreicher Internet-Eintrag nicht, so das Online-Portal.

    Am Nachmittag gab das Netzwerk „Moabit hilft" eine Art Pressekonferenz am Lageso, an der der Helfer, der die Nachricht vom Tod des 24-jährigen Syrers veröffentlicht hatte, nicht teilgenommen habe.

    Er habe sich in seiner Wohnung eingesperrt, berichteten seine Helferkollegen von „Moabit hilft“. In einer SMS habe der Mann geschrieben, er brauche jetzt seine Ruhe. Er werde sich schon noch bei den entsprechenden Stellen melden.

    „Wir stehen hinter ihm", sagen die Ehrenamtlichen von "Moabit hilft" nach Angaben der ARD-Tagesschau. Sie hätten dem engagierten Helfer vertraut. „Wenn jemand mit so etwas spielt, dann wäre das schrecklich. Wenn das nicht stimmt, wäre das eine Katastrophe", sagte eine Sprecherin der Organisation.

    Zuvor hatten Medien unter Berufung auf Angaben des Bündnisses „Moabit hilft" mitgeteilt, dass in der Nacht zum Mittwoch in Berlin ein 24-jähriger Flüchtling gestorben sei. Der Mann habe angeblich tagelang vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) angestanden, sei erkrankt und dann in der Warteschlange verstorben.

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    Migranten, Tod, Flüchtlingskrise, Dementi, LAGESO, Deutschland, Berlin