02:58 19 November 2019
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    Am Absturzort der russischen A321 auf der Sinai-Halbinsel

    Anschlag auf А321: Ägyptischer Flughafen bestreitet Verdacht gegen Gepäcklader

    © REUTERS / Mohamed Abd El Ghany
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    A321-Absturz über Sinai (104)
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    Rund drei Monate nach dem Sprengstoffanschlag auf die russische Passagiermaschine Airbus A321 in Ägypten hat der Flughafen Scharm al-Scheich Medienberichte zurückgewiesen, laut denen ein Gepäcklader die Bombe an Bord des Flugzeugs gebracht haben könnte. Bei der Katastrophe im Oktober waren 224 Menschen gestorben.

    Absturzstelle des russischen Airbus A321 in Ägypten
    © Sputnik / Maxim Grigoreev/TASS/POOL
    Der TV-Sender LifeNews berichtete am Donnerstag, dass russische und ägyptische Geheimdienste die Identität von sechs Personen festgestellt haben, die in den Anschlag verwickelt sein könnten, darunter auch den unmittelbaren Täter. Bei ihm soll sich um einen Gepäcklader am Flughafen Scharm al-Scheich handeln.

    „Das ist nicht wahr“, kommentierte ein Top-Manager des Flughafens. „Beweise, wenn es solche gibt, müssen an die Ermittlungskommission übergeben werden. Soweit ich weiß, ist das bislang nicht geschehen.“

    LifeNews hatte unter Verweis auf Ermittler berichtet, dass der besagte Gepäcklader erst kurz vor dem Terroranschlag am Flughafen eingestellt worden sei. Nach der Katastrophe habe er Ägypten verlassen und sei zuletzt in der Türkei aufgetaucht. Nach ihm und fünf mutmaßlichen Komplizen werde nun gefahndet. Das ägyptische Innenministerium konnte diese Information nicht bestätigen.

    Ein russischer Airbus А321 war am 31. Oktober über der Sinai-Halbinsel abgestürzt. Nach Angaben russischer Ermittler explodierte eine Bombe, als der Jet vom Badeort Scharm el-Scheich nach St. Petersburg unterwegs war und in 9000 Meter Höhe flog. Bei der bislang schwersten Katastrophe in der Geschichte der russischen Luftfahrt kamen alle 224 Insassen der Maschine ums Leben. Die Wrackteile wurden auf einer Fläche von mehr als 20 Quadratkilometern verstreut aufgefunden.

    Die russischen Behörden stuften den Absturz eindeutig als Bombenattentat ein, nachdem an Gepäckstücken Sprengstoffspuren entdeckt worden waren. Russland hat eine Belohnung von 50 Millionen US-Dollar für Hinweise auf die Täter ausgesetzt.

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    Sharm el-Sheikh, Ägypten