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02:36 21 Juli 2019
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    A guest walks past a logo of Germany's intelligence agency the Bundesnachrichtendienst (BND - Federal Intelligence Service)

    Zweifelhafte BND-Praxis: Asylgewährung gegen sensible Informationen

    © AFP 2019 / JOHN MACDOUGALL
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    Der Bundesnachrichtendienst (BND) schöpft sensible Informationen von Flüchtlingen im Gegenzug zu Asylstatus und sicherer Unterbringung ab, berichtet Spiegel-Online.

    Der Bundesnachrichtendienst (BND) und das Bundesamt für Verfassungsschutz seien von 2000 bis 2013 an 850 Asylbewerber herangetreten, um von ihnen sensible Informationen zu bekommen, heißt es in einem „Spiegel“-Bericht, dem die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion im Parlament zugrundeliegt.

    Die Informanten seien mit einem Schutzstatus und möglicherweise der rechtlichen Besserstellung gelockt worden, die sie „unter Umständen ohne die Kooperation gar nicht hätten erhalten können“.

    Obwohl die Bundesregierung die zuständige Abteilung im Juni 2014 geschlossen hätte, habe der BND die Zusammenarbeit mit Asylbewerbern weiter fortgesetzt, doch auf „freiwilliger Basis“, berichtet das Magazin unter Berufung auf Informationen aus Sicherheitskreisen.

    Die Bundestagsabgeordnete der Linken, Martina Renner, macht in diesem Zusammenhang auf die moralische Verwerflichkeit der Sache aufmerksam und hebt dazu hervor: „Auch der Wahrheitsgehalt der so gewonnenen Informationen muss in Zweifel gezogen werden.“

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    Tags:
    Migranten, Asyl, Bundesnachrichtendienst (BND), Deutschland