05:26 22 Oktober 2020
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    Die Vereinigten Staaten, die am stärksten auf die Verlängerung der antirussischen Sanktionen gepocht haben, sind von deren Folgen am wenigsten betroffen. Dies sorgt für mehr Antiamerikanismus in Europa, wie die Zeitung „Kurier“ schreibt.

    Anders als die gesetzestreuen Europäer finden die Amerikaner trotz Sanktionen Schlupflöcher und machen weiter ungestört Geschäfte mit den Russen, wobei die europäischen Unternehmer große Verluste erleiden müssen.

    Dass die Vereinigten Staaten ungeschoren davonkämen, sei Wasser auf die Mühlen der wachsenden antiamerikanischen Stimmungen in Europa. Die Ukraine-Krise ist der Autorin zufolge natürlich auch eine Folge des Provozierens Russlands durch die USA und die Nato: Der Nato-Ring um Russland sei immer enger gezogen worden.

    Amerika sei auch für die aktuelle Flüchtlingskrise in Europa mitverantwortlich, unter anderem durch seine Einmischung in die Nahost-Länder. Washington wolle sich an der Bewältigung dieser Krise aber nicht beteiligen.

    Europa sehe derweil ein, dass es Russland brauche, um den Konflikt in Syrien zu lösen. Daher sei es durchaus vernünftig, zu guten Beziehungen mit dem Kreml zurückzukehren  und die Sanktionen aufzuheben, die nicht nur Russland, sondern allen Beteiligten schaden.

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    Tags:
    Sanktionen, NATO, Europa, Russland, USA