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    WikiLeaks-Gründer Julian Assange

    Freilassung oder Auslieferung an USA? WikiLeaks-Gründer wartet auf Verdikt der Uno

    © AFP 2019 / Fabrice Coffrini
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    Die UN-Arbeitsgruppe für ungesetzlichen Freiheitsentzug wird voraussichtlich am Freitag ihren Beschluss zur Beschwerde des WikiLeaks-Gründers Julian Assange gegen die Entscheidung Großbritanniens und Schwedens über seine Festnahme verkünden. Das geht aus einer Erklärung auf der WekiLeaks-Webseite im sozialen Netzwerk Twitter hervor.

    Assange hatte im September 2014 eine diesbezügliche Beschwerde bei der UN-Arbeitsgruppe eingereicht.

    Die UN-Gruppe prüft Beschwerden von Privatpersonen gegen die Behörden von Staaten sowie Erklärungen der beklagten Länder und ermittelt, ob die betreffenden Personen inhaftiert wurden bzw. ihre Festnahme gesetzlich ist.

    „Wenn die UN-Arbeitsgruppe für ungesetzlichen Freiheitsentzug einen Beschluss zugunsten von Julian Assange fassen sollte, wird seine Inhaftierung für ungesetzlich erklärt. Dies würde bedeuten, dass Großbritannien und Schweden ihn unverzüglich freilassen und ihm sofort Entschädigungsgeld zahlen müssen“, heißt es auf der Webseite justice4assange, die über die Untersuchung der gegen Assange erhobenen Anklagen berichtet.

    Assange war im Dezember 2010 in London auf Antrag der schwedischen Rechtsschutzbehörden festgenommen worden, die seine Auslieferung nach Schweden forderten. Im Sommer desselben Jahres wurden auf Klagen von zwei Frauen hin Ermittlungen gegen Assange wegen sexueller Belästigung eingeleitet.

    Assange hält sich seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London auf. Damals hatte er aus Angst wegen einer Auslieferung an die USA die Behörden Ecuadors um politisches Asyl ersucht.

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    Tags:
    Julian Assange, Schweden, Großbritannien, USA