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09:25 20 September 2019
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    Dominique Strauss-Kahn in Kiew

    Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn jetzt im Aufsichtsrat einer ukrainischen Bank

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    Der Ex-Direktor des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, ist Mitglied des Aufsichtsrates einer ukrainischen Bank geworden, die dem Oligarchen Viktor Pintschuk gehört.

    Sein Amt in der Bank Credit Dnepr habe Strauss-Kahn am 1. Februar angetreten, teilt das Finanzinstitut auf seiner Website mit.

    Pintschuk gehört mit einem geschätzten Vermögen von 1,4 Milliarden Dollar zu den reichsten Ukrainern. Er ist mit der Tochter des ukrainischen Ex-Präsidenten Leonid Kutschma verheiratet.

    Zusammen mit Strauss-Kahn sind andere namhafte Ökonomen in den Aufsichtsrat der Bank gekommen, so der Franzose Jean-Pierre Saltiel und der Schwede Anders Aslund (der viel über Russland und die Ukraine schreibt und urteilt).

    Strauss-Kahn war im Mai 2011 als IWF-Chef zurückgetreten, nachdem er in den USA wegen Vergewaltigungsvorwürfen einer Hotelangestellten festgenommen worden war.

    Das Strafverfahren gegen ihn wurde später eingestellt. Strauss-Kahn und die Hotelangestellte erhoben gegeneinander zivilrechtliche Klagen, einigten sich dann aber außergerichtlich.

    Im Jahr 2012 wurde gegen Strauss-Kahn bereits in Frankreich ein Verfahren wegen Zuhälterei eingeleitet: Es ging darum, dass er angeblich an Sex-Partys mit Prostituierten teilgenommen haben soll.

    Im Sommer 2015 wurden alle Beschuldigungen gegen ihn fallen gelassen. Strauss-Kahn hatte zugegeben, zwischen 2009 und 2011 an freizügigen Partys teilgenommen zu haben, was aber nicht oft vorgekommen sei, und von einer Bezahlung der Frauen habe er nichts gewusst.

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    Tags:
    Sex, Wirtschaft, Bank Credit Dnepr, IWF, Leonid Kutschma, Anders Aslund, Jean-Pierre Saltiel, Dominique Strauss-Kahn, Frankreich, Ukraine