02:41 07 Dezember 2019
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    Künstliche Intelligenz

    Gottähnliche Maschinen oder künstliche Intelligenz

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    Ein Spitzenforscher von Facebook erzählt Sputnik über mögliche Gefahren, Vorteile und die Zukunft der künstlichen Intelligenz beim Hackaton DeepHack Q&A in Moskau.

    Die Menschheit hat in letzter Zeit eine bedeutende Entwicklung im Bereich der künstlichen Intelligenz erlebt: selbstfahrende Autos, Mobilgeräte mit Spracherkennung und Suchmaschinen, die eingegebene Begriffe erkennen und darauf basierend Suchvorschläge machen.

    Werden uns die Maschinen wirklich übertreffen? Tom Mikolov, der sich bei Facebook als Forscher mit der künstlichen Intelligenz beschäftigt, bringt hier ein wenig Licht ins Dunkel.

    „Man bekommt den Eindruck, es gäbe plötzlich ein hoch intelligentes Gerät mit gottähnlichen Fähigkeiten und dieses wäre imstande, die ganze Welt in Büroklammern oder etwas Anderes zu verwandeln. Ich denke nicht, dass dies der Fall ist, denn es macht nicht viel Sinn für mich“, sagte Mikolov.

    Es ist sehr schwer, eine Prognose über die Intelligenz abzugeben, weil wir das Konzept nicht gut genug verstehen. Außerdem ist es unklar, wie weit die menschliche Intelligenz vom Idealen entfernt ist. Wir haben viele Beschränkungen und bevor Computer unsere Geschwindigkeit im Denken erreichen, wird es noch lange brauchen. Denn im Augenblick haben wir keinen Algorithmus, der die Intelligenz repräsentieren könnte“, so der Forscher weiter.

    Die Drohung einer kompletten Vernichtung kann einem weniger realistisch erscheinen. Viele machen sich dennoch Gedanken über wirkliche mögliche Gefahren durch die künstliche Intelligenz: Die Anwendung "kluger" Systemen und Internetnutzung machen das Thema Privatsphäre immer wichtiger.

    Mikolov dazu: "Es ist sehr wahrscheinlich, dass gewisse Probleme entstehen können, wenn es einmal um die künstliche Intelligenz und Privatsphäre geht, insbesondere, wenn man ein kluges System ähnlich einem personalen Assistenten besitzt..Ich glaube, das zukünftige Ziel der Computer ist es, unsere Intelligenz zu entwickeln, die uns befähigen wird, Aufgaben zu lösen, die wir heute nicht lösen können.“

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