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20:42 18 Oktober 2019
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    Wrackteile der malaysischen Boeing MH17

    Absturz von Flug MH17: Strafermittler verschleppen das Verfahren – Luftfahrtaufseher

    © AFP 2019 / Bulent Kilic
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    Ermittlungen zu MH17-Absturz (224)
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    Die Strafermittlungen zum Absturz der malaysischen Boeing Flug MH 17 in der Ukraine ziehen sich unbegründet in die Länge. Wie auch bei der Suche nach der Absturzursache ist die Wahrheitsfindung im Ermittlungsverfahren erschwert, wie der Chef der russischen Luftfahrtaufsichtsbehörde, Oleg Stortschewoj, sagte.

    Die Passagiermaschine vom Typ Boeing 777 der Fluggesellschaft „Malaysia Airlines“ stürzte auf ihrem Flug MH17 von Amsterdam nach Kuala Lumpur am 17. Juli 2014 über dem ukrainischen Gebiet Donezk ab. Alle 298 Menschen an Bord starben. Kiew beschuldigte die Aufständischen, das Flugzeug abgeschossen zu haben – die Aufständischen erklärten hingegen, über keinerlei Waffen zu verfügen, um ein Luftfahrzeug in dieser Höhe abzuschießen.

    Der niederländische Sicherheitsrat stellte die Untersuchungsergebnisse zur Absturzursache am 13. Oktober 2015 vor. Der Absturz der Passagiermaschine sei durch die Explosion eines Sprengkopfs vom Typ 9N314M, angebracht auf einer Rakete des Typs 9M38, verursacht worden, heißt es in dem Bericht. Die Rakete sei von einem Buk-Raketenwerfer abgefeuert worden.

    Russland habe mehrfach auf die übermäßige Intransparenz und Voreingenommenheit der niederländischen Ursachenforscher hingewiesen, sagte Stortschewoj. „Leider entsteht momentan eine ähnliche Situation bei der Tätigkeit des für die Strafermittlungen zuständigen Joint Investigation Teams. Die gleiche unbegründete Verschleppung des Verfahrens und das willkürliche Vorgehen der holländischen Seite bei der Auswahl ihrer Ermittlungspartner rufen eine Vielzahl sehr unbequemer Fragen hervor und lassen befürchten, dass die Strafermittlungen – ähnlich der Ursachenuntersuchung – wie auf Bestellung nicht zur Feststellung der Wahrheit führen.“

    Hinsichtlich der Ergebnisse der Ursachenuntersuchung betonte der russische Luftfahrtaufseher, dass die russische Seite mit den Hinterbliebenen der beim Absturz der malaysischen Boeing Getöteten solidarisch sei in den Bemühungen, Antworten auf zahlreiche offengebliebene Fragen einzufordern: „Der niederländische Sicherheitsrat ist verpflichtet, Ihnen und der ganzen Welt zu erklären, warum die technische Ursachenuntersuchung sich so unbegründet lange hinzog und in recht abstrakten und schwammigen Formulierungen mündete. Warum haben die holländischen Verantwortlichen eine Verzerrung von Fakten und Verheimlichung von Informationen zugelassen? Und ebenso, warum haben sie wichtige, von russischer Seite zur Verfügung gestellte Daten außer Acht gelassen.“

    Infografik: Theorien zum MH17-Absturz im Donezbecken

    Er fügte hinzu, dass der Sicherheitsrat über die Unglaubwürdigkeit der im Untersuchungsbericht angegebenen Geschoßsplitter sowie den Ort ihrer Auffindung aufklären müsse, „wie auch über die Qualitätsmängel bei der Untersuchung der Einschusslöcher im Flugzeugrumpf; über die unzureichende Genauigkeit im Umgang mit den Wrackteilen; über die falsche Bestimmung des Standorts, von dem aus die Rakete möglicherweise abgefeuert wurde; und über viele weitere Unstimmigkeiten, von denen der Ergebnisbericht nur so strotzt.“

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    Tags:
    MH17, Buk-Rakete, Boeing, Ukraine, Russland