14:05 20 November 2019
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    Wrackteile des abgestürzten russischen Airbus A321 in Ägypten

    Nach Absturz über Sinai: A321-Voice-Recorder nächste Woche in Braunschweig

    © Sputnik / Maxim Grigoreev/TASS/POOL
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    A321-Absturz über Sinai (104)
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    Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig hat gegenüber Sputnik bestätigt, dass der Voice-Recorder von der am 31. Oktober über der Sinai-Halbinsel abgestürzten russischen A321-Passagiermaschine demnächst zur Auswertung eintreffen wird.

    Der Stimmenschreiber der Unglücksmaschine werde kommende Woche nach Braunschweig geschickt, bestätigte Germout Freitag, Sprecher der Behörde, gegenüber Sputnik. "Das ist so, als ob Sie die Meinung eines zweiten Arztes einholen", fügte er hinzu.

    Einzelheiten zu den Untersuchungen wollte Freitag nicht verraten: "Das obliegt den ägyptischen Kollegen, die haben die Hoheit über die Aufklärung des Unglücks und damit auch über die Pressearbeit".

    Allerdings erklärte er, wie die Bundestelle für Flugunfalluntersuchung im Allgemeinen in solchen Fällen vorgeht: „Der Stimmenschreiber nimmt die Geräusche im Cockpit eines Flugzeugs auf. Unsere Experten konzentrieren sich auf die Gespräche der Piloten. Außerdem auf ungewöhnliche Geräusche, wie etwa einen Knall oder ähnliches, die Aufschluss über die Abschlussursache geben könnten“. 

    Das Gerät von der verunglückten Maschine werde am 22. Februar erwartet. Wie lange die Untersuchungen dauern werden, sei offen. 

    Mehr zum Thema: FSB: Sprengstoff ausländischer Produktion verursachte A-321-Explosion über Sinai

    Am Montag hatte das ägyptische Ministerium für Zivilluftfahrt gegenüber Sputnik inoffiziell bestätigt, dass der Voice-Recorder nach Deutschland zur Auswertung geschickt werde. Der Minister für Zivilluftfahrt, Hussam Kamal, gab am Montag bekannt, dass alle Trümmerteile der im Oktober 2015 abgestürzten russischen A321 von der Sinai-Halbinsel nach Kairo gebracht worden sind. Die Wrackteile seien in den internationalen Flughafen von Kairo transportiert worden, um möglichst sorgfältig untersucht zu werden.

    Ein russischer Airbus А321 war am 31. Oktober über der Sinai-Halbinsel abgestürzt. Bei der bislang schwersten Katastrophe in der Geschichte der russischen Luftfahrt kamen alle 224 Insassen der Maschine ums Leben, die vom Badeort Scharm el-Scheich nach St. Petersburg unterwegs war. Die Wrackteile wurden auf einer Fläche von mehr als 20 Quadratkilometern verstreut aufgefunden.

    Nach mehr als zwei Wochen langen Untersuchungen stuften die russischen Behörden den Absturz als Bombenattentat ein und setzten eine Belohnung von 50 Millionen US-Dollar für Hinweise auf die Täter aus. Der FSB will an Gepäckstücken Sprengstoffspuren entdeckt haben. Nach Vermutung des Geheimdienstes war die Bombe unter einem Sessel an der rechten Seite des Flugzeuges versteckt gewesen.

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    A-321, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), Russland, Sinai-Halbinsel, Ägypten