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    Migrants wait to enter a registration camp in Presevo, Serbia October 25, 2015

    Geheimer BKA-Bericht: Flüchtlingskriminalität 2015 verdoppelt

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    Die Zahl der von Migranten verübten Straftaten hat sich 2015 im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt, wie aus dem geheimen BKA-Bericht "Kriminalität im Kontext von Zuwanderung" hervorgeht, der der BILD-Zeitung vorliegt. Besonders oft seien Syrer, Albaner und Kosovaren straffällig geworden.

    2015 hat Deutschland nach Angaben des Bundesinnenministeriums rund 1,1 Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Das sind fast 900.000 mehr als im Vorjahr. Der neuste Bericht des Bundeskriminalamtes stellt die Statistik vor, die den Zeitraum von Januar bis Dezember 2015 umfasst und auf Daten von 13 Bundesländern basiert.

    Die Zahl der aufgeklärten Straftaten mit Beteiligung von Zuwanderern sei in Deutschland im Jahr 2015 um 92.000 (79 Prozent) im Vergleich zum Jahr 2014 angestiegen.

    Insgesamt seien 208.344 Verbrechen begangen worden. „Die überwiegende Mehrheit der Asylsuchenden“ begehe dabei keine Straftaten, zitiert BILD das Geheimpapier. Dabei sei die Fallzahl vor allem im ersten Halbjahr angestiegen und stagnierte zum Jahresende hin, obwohl die meisten Flüchtlinge erst im zweiten Halbjahr nach Deutschland kamen.

    Auf den vordersten Plätzen stehen Straftaten wie Diebstahl (33 Prozent aller Vergehen), Vermögens- und Fälschungsdelikte und Schwarzfahren. Gleichzeitig sei die Zahl der schweren Verbrechen fast zweimal höher als 2014 und betrage 18 Prozent aller von Zuwanderern begangenen Straftaten.

    Gemessen an ihrem Anteil unter den bundesweit registrierten Flüchtlingen wurden laut dem Bericht besonders häufig Zuwanderer aus Syrien (24 Prozent), Albanien (17 Prozent), Kosovo (14 Prozent), Serbien und Afghanistan (11Prozent) straffällig.

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    Tags:
    Migranten, Bild-Zeitung, Bundeskriminalamt (BKA), Deutschland