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    Nach dem Terrorüberfall auf den Club Bataclan in Paris, 21. Nov. 2015

    NSA-Chef: Anschläge von Paris hätten verhindert werden können

    © REUTERS / Charles Platiau
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    Terroranschläge in Paris am 13. November 2015 (141)
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    Die Terroranschläge von Paris, die im November 2015 mindestens 130 Menschen das Leben kosteten, hätten dem Leiter der Nationalen Sicherheitsagentur (NSA), Admiral Michael Rodgers, zufolge vereitelt werden können, wenn man den Terroristen die Möglichkeit genommen hätte, ihre Gespräche zu verschlüsseln. Dies berichtet das Informationsportal Yahoo.

    Rodgers gab zu, dass „einige Gespräche“ von Terroristen, die die Anschläge in Paris verübt hatten, „verschlüsselt waren“. Aus diesem Grund „konnten wir die Information nicht frühzeitig gewinnen“, so der NSA-Chef.

    „Wenn wir das gewusst hätten, wären die Terroranschläge von Paris nicht passiert“, sagte Rodgers.

    Die Verschlüsselungen würden der Sicherheitsagentur das Abfangen von Mitteilungen in Terrorgruppierungen wie dem IS (sogenannter Islamischer Staat, auch Daesh) erschweren.

    Yahoo zufolge habe Rodgers diese Erklärung einige Tage vor dem Urteil des Gerichts im US-Bundesstaat Kalifornien angegeben, welches den Elektronikkonzern Apple angewiesen hatte, der US-Bundespolizei FBI zu ermöglichen, das iPhone eines der zwei Terroristen von San Bernardino auszulesen.

    Am Abend des 13. Novembers hatten drei Terrorgruppen eine koordinierte Serie von Anschlägen in Paris und dem Pariser Vorort Saint-Denis verübt. Drei Dschihadisten hatten vor dem Station Stade de France, wo ein Länderspiel zwischen Deutschland und Frankreich stattfand, Sprenggürtel gezündet. Eine weitere Gruppe – bestehend aus vermutlich vier Personen, von denen sich eine weiter auf der Flucht befindet – hatten Cafés und Restaurants im Nordosten der französischen Hauptstadt attackiert. Drei weitere Terroristen hatten im Konzertsaal „Bataclan“ Geiseln genommen. Insgesamt wurden bei den Anschlägen 130 Menschen getötet, über 350 Menschen wurden verletzt. Zehn in Belgien festgenommene Verdächtige wurden wegen der Terroranschläge angeklagt.

    Früher bereits unterstützte die Justiz in Fällen von verschlüsselten Apple-Daten mehrmals die Position des FBI. Das Unternehmen erklärte sich mit derartigen Gerichtsbeschlüssen jedoch nicht einverstanden. Sie könnten die Handys ihrer Kunden nicht entblocken, da das Verschlüsselungssystem so konstruiert sei, so der Konzern.

    Apple hatte den Verschlüsselungsschutz seiner Geräte verstärkt, nachdem der Ex-CIA-Mitarbeiter Edward Snowden das Ausspähprogramm des US-Geheimdienstes NSA enthüllt hatte.

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    Terroristen, Terroranschläge in Paris, Apple, NSA, Michael Rodgers, USA, Paris