02:28 23 September 2017
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    Ein Augen-Scanner

    Bargeldloser Einkauf: Flüchtlinge sollen im Supermarkt per Augen-Scan bezahlen

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    Migrationsproblem in Europa (1281)
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    Das Welternährungsprogramm hat in Jordanien gemeinsam mit lokalen Partnern ein innovatives Zahlungssystem für syrische Flüchtlinge eingeführt: Ein Augen-Scanner erfasst die Iris des Kunden, gleicht die Daten mit der Datenbank des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen ab, und die Rechnung ist bezahlt.

    Syrische Flüchtlinge in Jordanien
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    Syrische Flüchtlinge in Jordanien

    Das in jordanischen Supermärkten eingeführte Verfahren erleichtert die monatliche Auszahlung von Hilfsgeldern an syrische Flüchtlinge, die in Jordaniens Flüchtlingslagern leben. Nur ein Augenblick, und die syrische Frau aus dem Lager „King Abdullah Park“ hat ihre Supermarkt-Einkäufe bezahlt: Statt wie gewohnt ihre Geldbörse herauszuholen, schaut sie einfach nur kurz in einen Augen-Scanner.

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    Dieser wurde mit Unterstützung des britischen Hightech-Entwicklers „Iris Guard“ entwickelt. Nach dem Datenabgleich wird der persönliche Kontostand des Flüchtlings bei der Jordan Ahli Bank über das Middle East Payment System abgefragt – nach Bestätigung kommt der Kassenbon.

    „Dies ist ein entscheidender Schritt unseres Hilfsprogramms, das wir schon in den ersten Monaten der Syrien-Krise ins Leben gerufen hatten, als wir anfingen, Lebensmittelpakete zu verschicken“, twitterte der Direktor des jordanischen Welternährungsprogramms, Mageed Yahia.

    Wenn sich das Zahlungssystem bewährt, wird das UN-Hilfsprogramm in den kommenden Monaten in allen Flüchtlingslagern Jordaniens eingeführt – möglicherweise auch über die Landesgrenzen hinaus.

    Über 600.000 Menschen, die vor dem Krieg in Syrien geflohen sind, leben heute im benachbarten Jordanien. Die meisten von ihnen sind auf Sach- und Geldleistungen angewiesen, um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen.

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    Tags:
    Migranten, Augen-Scanner, Jordanien, Syrien