14:38 23 September 2017
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    Chinatown in Washington

    USA und China streiten über Straßennamen in Washington

    © AFP 2017/ Brendan Smialowski
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    Die US-Behörden wollen der Straße in Washington, wo die chinesische Botschaft liegt, den Namen des Dissidenten Liu Xiaobo geben, der wegen „versuchten Staatsstreichs“ seit 2009 eine elfjährige Haftstrafe in der Heimat absitzt. Ein Gesetzentwurf über die Umbenennung der Straße wird derzeit vom Kongress geprüft, berichtete der russische Sender RT.

    Das offizielle Peking warnt davor, dass dieser „provokatorische Schritt den amerikanisch-chinesischen Beziehungen einen herben Schlag versetzen“ würde. Indes schlagen Internet-Leser und Blogger vor, die Straße in Peking, in der sich die US-Botschafter befindet, zu Ehren von Edward Snowden umzubenennen. Es gibt auch andere Vorschläge: Die Straße sollte nach Monica Lewinsky oder Osama bin Laden benannt werden.

    Ein amtlicher Sprecher des Außenamtes in Peking erklärte, dass die USA mit ernsthaften Folgen rechnen können, sollte das Projekt realisiert werden. „Wir fordern, dass der US-Senat die Erörterung dieses Gesetzesaktes einstellt, und hoffen darauf, dass die US-Administration dieser politischen Farce endlich mal ein Ende setzt.“

    „Wird Washington es wagen, China zu reizen, dem die USA mehr als zwei Billionen Dollar schulden?“, fragt RT.

    „Wir sind der Ansicht, dass diese Idee unsere Beziehungen zu China nur belasten wird. Deshalb sind wir dagegen“, sagte US-Außenamtssprecher Mark Toner.

     

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