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09:15 23 Oktober 2019
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    Russlands Außenministerium

    Moskau protestiert: Erneute Schändung von Denkmal für Sowjetsoldaten in Polen

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    Das russische Außenministerium hat Polens Botschafterin in Moskau eine Protestnote wegen der Schändung eines Denkmals für sowjetische Soldaten in der polnischen Stadt Slawno überreicht, wie die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, mitteilte.

    „In Polen dauert eine weitere antirussische Kampagne an, die leider wiederum in den Massenmedien und auch von Politikern, die sehr hohe Posten bekleiden,  unterstützt wird. Ich meine damit die systematische Schändung sowjetischer Gedenkstätten aus der Epoche des Zweiten Weltkriegs“, sagte  Sacharowa

    In der Nacht vom 18. zum 19. Februar  ist eine Gedenktafel vom sowjetischen Denkmal der Dankbarkeit gegenüber der Roten Armee in der polnischen Stadt Slawno heruntergerissen worden. Die Aufschrift auf der Tafel hieß „Ruhm den Helden-Soldaten der Roten Armee, die im Kampf gegen die faschistischen Eindringlinge gefallen sind“. Vor einem Jahr war von dieser Gedenkstätte ein fünfzackiger Sowjetstern entwendet worden.

    „Besonders abscheulich ist die Tatsache, dass von allen ignoriert wird, dass in den Kämpfen um die Stadt Slawno 1945 sowohl sowjetische als auch polnische Soldaten ums Leben kamen“, betonte die Sprecherin.

    Russland habe der polnischen Botschafterin in Moskau, Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz, einen entschiedenen Protest erklärt und die Verletzung des Vertrags zwischen Russland und Polen über freundschaftliche Zusammenarbeit und gute Nachbarschaftsbeziehungen vom 22. Mai 1992 vorgeworfen. Laut diesem Dokument hatten beide Seiten sich verpflichtet, für die Bürger beider Länder wichtige Gedenkstätten zu erhalten.

    „Wir fordern, dass das Denkmal so schnell wie möglich in Ordnung gebracht wird und alle Verantwortlichen für die Schändung gefunden und bestraft werden“, fügte sie hinzu.

    Es ist nicht das erste Mal, dass sowjetische Soldatengräber und Denkmäler für die Helden des Großen Vaterländischen Krieges in Polen geschändet werden. Im Januar wurde ein Denkmal der Dankbarkeit gegenüber der Roten Armee in der polnischen Stadt Szczecin geschändet, im September wurden auf dem Friedhof im Dorf Milejczyce Sterne von fünf Grabstätten sowjetischer Soldaten gestohlen.

    In der Nacht auf den 24. Oktober wurde auf einem sowjetischen Friedhof in der polnischen Stadt Lubawa ein Teil eines Denkmals niedergerissen. Am 25. Oktober kam es zu einem Akt von Vandalismus auf dem sowjetischen Kriegsfriedhof in der polnischen Stadt Garwolin. Ende November wurde in der polnischen Stadt Mielec im Südosten des Landes ein Denkmal der Dankbarkeit gegenüber den sowjetischen Soldaten demontiert, die Polen vom Faschismus befreiten.

    Laut dem russischen Außenministerium besteht ein direkter Zusammenhang zwischen diesem Vorfall und der Politik der polnischen Staatsregierung, welche stark auf historischem Revisionismus basiere.

     

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    Schändung, Denkmal, Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz, Maria Sacharowa, Russland, Polen