Widgets Magazine
22:59 12 November 2019
SNA Radio
    Женщина в магазине игрушек в Тегеране, Иран

    Welt als Puppenstube: Chinesische Pseudo-Barbies werden zu traditionellen Iranerinnen

    © AP Photo / Vahid Salemi
    Panorama
    Zum Kurzlink
    2272
    Abonnieren

    Iranische Handwerker basteln aus chinesischen Barbie-Kopien Puppen mit nahöstlichen Gesichtern und Trachten der in der islamischen Republik vertretenen Völker. Ein solches Spielzeug kostet etwa fünf Euro.

    Früher hatte jedes iranische Mädchen eine Puppe, die die Großmutter selbst aus alten Lappen und anderem unnötigen Stoff nähte. Heute beherrscht die Plastik-Barbie den internationalen Markt und behindert lokale Hersteller, eigene Produkte erfolgreich zu verkaufen, wie die Agentur ISNA berichtet.

    Auch im Iran verschwinden Puppen in traditionellen, regionalen Kostümen immer mehr aus den Schaufenstern der Spielzeuggeschäfte. Nur in der Valiasr-Straße in Teheran findet man ein paar Läden mit solchen speziellen Püppchen.

    Im Geschäft von Javad Karimi können die kleinen Kundinnen beispielsweise die Puppen-Iranerin Namens Khatun kaufen. Sie wird aus einem chinesischem Barbie-Analog hergestellt, ist aber etwas teurer.

    ​„Ich arbeite seit anderthalb Jahren in diesem Bereich. Ich kann Ihnen sagen, dass Khatun besonders vor nationalen Festen wie Shab-e yalda und Nouruz sehr beliebt ist“, sagte Javad Karimi gegenüber Sputnik.

    Er verkaufe in seinem Laden auch Puppen, die von iranischen Hausfrauen gemacht werde, die keine Möglichkeiten haben, sie selbstständig zu vertreiben.
    Die chinesischen Pseudo-Barbies, so der Puppenmacher, seien für die Herstellung der iranischen Puppen durchaus wichtig, sagte Karimi: „ Je einfacher die Anfertigung der Kleider für die Puppen ist, desto billiger sind sie. Je schwieriger die Arbeit, desto höher der Preis. Wenn der Preis hoch ist, wird weniger gekauft.“

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Iran: Erklärung von Hisbollah zur Terrororganisation verantwortungslos
    Was will der Iran – Geschäfte mit Russland oder westliche „Waffen-Knechtschaft“?
    Iran: Hotel aus Müll soll Touristen anlocken
    Wahlen im Iran: Rouhani-Anhänger ergattern alle Parlamentssitze in Teheran
    Tags:
    Handel, Puppen, Barbie, China, Iran