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22:10 19 Oktober 2019
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    Der Todespilot Andreas Lubitz

    Letzte Mail des Amok-Piloten Lubitz an Therapeuten veröffentlicht

    © REUTERS / Foto-Team-Mueller
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    Die deutsche Bild-Zeitung veröffentlichte am Samstag die letzte E-Mail des Amok-Piloten Andreas Lubitz, der den Absturz eines Airbus A320 in den französischen Alpen verursacht hatte.

    Die Tragödie ereignete sich zwei Wochen nach dem Abschicken dieser E-Mail  – am 24. März 2015 im Südosten Frankreichs. Lubitz war der zweite Pilot auf dem Germanwings-Flug 9525 aus Barcelona nach Düsseldorf. Er hatte den Kapitän aus dem Cockpit ausgesperrt, dann bewusst den Sinkflug eingeleitet und die Maschine gegen eine Bergwand gelenkt.
    Alle 150 Personen an Bord fanden bei dem Aufprall den Tod.
    Wie die Bild-Zeitung schreibt, ist diese E-Mail mit dem 10. März datiert. Lubitz schreibt darin seinem Therapeuten von seinen ernsten psychologischen Problemen, von seinen Ängsten, zu erblinden.
    "Mit der höheren Dosis bin ich unruhiger und habe manchmal auch etwas Panik in Bezug auf die Augen. Leider gibt es auch weiterhin Nächte, in denen ich gar nicht schlafe. Das maximale Schlafpensum liegt bei zwei Stunden pro Nacht (wird mittlerweile aber selten erreicht)“, zitiert das Blatt aus der E-Mail.


    Er schilderte auch seine Gänge zu den Psychologen, die ihn, wie er meinte, nicht richtig verstanden hätten. Er erzählte, welche Antidepressiva er nehme und fragte, was er tun könne, um Schlaf zu finden. Wie die Ausgabe nachgerechnet hat, konsultierte der Pilot im Laufe mehrerer Monate vor der Tragödie mehr als 40 Ärzte.
    Nach der Tragödie stellte sich heraus, dass er zum Suizid neigte, bei Psychologen in Behandlung war, private Probleme hatte und Antidepressiva nahm. Doch die Fluggesellschaft will nichts von den Problemen und Ängsten ihres Mittarbeiters gewusst haben.

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    Tags:
    Absturz, Flugzeugabsturz, Germanwings, Andreas Lubitz, Deutschland, Frankreich