17:17 27 Oktober 2020
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    Die syrischen Turkmenen bedauern den Tod des russischen Piloten, der im November 2015 beim Abschuss eines Su-24-Kampfjets ums Leben kam, sind gegen Erdogans Aggression und bedanken sich für die Friedensbemühungen sowie die Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus, wie der Stadtverwaltungschef der Ortschaft Al-Issawiya, Mustafa Kafi mitteilte.

    In die mehrheitlich von Turkmenen (türkischstämmige Minderheit in den Grenzgebieten Syriens) bewohnte Siedlung, die sich in 20 Kilometern Entfernung von der türkischen Grenze befindet, sind zuvor etwa fünf Tonnen russisch-syrischer Hilfsgüter gebracht und eine Sanitätsstation eingerichtet worden.

    „Ich bin der Russischen Föderation dankbar für die Hilfe, die wir erhalten, und die Wahrheit, die sie weltweit vertritt. Wir haben immer friedlich und ruhig, in gutnachbarlichen Beziehungen mit allen Völkern um uns herum gelebt. Wir sind alle Turkmenen, aber zur gleichen Zeit ein Volk Syriens und wollen auch weiterhin in Frieden und Harmonie leben. Wir sind gegen Erdogans Aggression und wollen ihm nicht helfen, da er ein sehr schlechter Mensch ist“, sagte Kafi gegenüber russischen Medien.

    Darüber hinaus bekunde er im Namen der Turkmenen das tiefste Beileid im Zusammenhang mit dem Tod des russischen Piloten, der nach dem Abschuss des russischen Jagdbombers Su-24 über Syrien durch einen türkischen F-16-Jäger ums Leben gekommen ist. Dass in den Siedlungen der Turkmenen nun der Frieden erhalten bleibe, sei ein großes Verdienst Russlands, das die syrischen Regierungstruppen unterstütze.

    „Unser Land wurde heilig, da es die Heldentat eines russischen Piloten empfangen hat, der unser Territorium verteidigte und von Hand der türkischen Seite ums Leben kam. Wir sprechen Russland unser Beileid aus und bedauern die Tatsache, dass sein Blut in unserem Land vergossen wurde“, betonte er.

    Die Turkmenen seien gegen Terrorismus und werden bis zum endgültigen Sieg mit Hilfe der Regierungstruppen und Baschar Assad gegen den Terrorismus kämpfen.

    Auch die ortsansässigen Einwohner bekundeten ihre Dankbarkeit für Russlands Hilfe und die Absicht, den Kampf gegen den Terrorismus, dessen Ursprung sich im Ausland befindet, fortzusetzen.

    „Wir Syrer vergießen unser Blut gegen Erdogan und Ali aus Saudi-Arabien. Unser Blut wird zum Treibstoff für die Befreiung unseres Landes. (…) Wir danken dem Präsidenten Putin von ganzem Herzen für die Unterstützung Syriens und seines Volkes“, sagte der 76-jährige Machmad-Maruan Sasa.

    Der Arzt Ayub Karafellah äußerte seinerseits die Hoffnung auf eine baldige Lösung des Konfliktes und eine nationalen Versöhnung:

    „Wir sind ein Volk, wir machen keine Unterschiede zwischen Arabern, Turkmenen und Syrern. Wir setzen alles daran, um diese Krise, die seit Jahren anhält, zu überwinden. Der bekanntgegebene Waffenstillstand ist der richtige Weg, da er die Menschen für die Lösung des Konfliktes zusammenbringen helfen wird“, betonte der Arzt.

    Zuvor hatten bereits Turkmenen aus der nordsyrischen Stadt Burj Islam in der Provinz Latakia Hilfsgüter aus Russland und von den syrischen Behörden empfangen.

    In Syrien gilt seit dem 27. Februar eine Waffenruhe zwischen den Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen. Bei der von Russland und den USA vermittelten Feuerpause sind Angriffe auf Daesh („Islamischer Staat“), die al-Nusra-Front und andere vom UN-Sicherheitsrat als terroristisch eingestufte Gruppen ausgenommen. Zugleich vermittelt das russische Militär bei lokalen Stopps der Kampfhandlungen zwischen Rebellen und den Behörden. Dafür wurde auf dem Stützpunkt der russischen Luftwaffe Hmeimin in der Provinz Latakia ein spezielles Aussöhnungszentrum eröffnet.

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    Tags:
    Turkmenen, Turkomanen, Humanitäre Hilfsgüter, Waffenruhe, Su-24, Syrien, Russland