06:52 20 November 2017
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    Edward Snowden

    Kinokünstler fürchten NSA: „Snowden“-Film in München gedreht

    © AFP 2017/ Frederick Florin
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    Die Dreharbeiten für einen Film über den Ex-US-Geheimdienstler Edward Snowden sind aus den USA nach Deutschland verlegt worden. Es gab Befürchtungen, dass die NSA sich in die Aufnahmearbeiten einmischen könnte, wie Oliver Stone, Regisseur des Filmes und Oscar-Preisträger, gegenüber CNN mitteilte.

    „Wir sind nach Deutschland umgezogen, da wir uns in den USA nicht wohlfühlten. Wir hatten das Gefühl in Gefahr zu sein. Wir wussten nicht, ob die NSA nicht etwas hätte unternehmen können, deswegen kamen wir nach München, was sich am Ende als tolle Erfahrung erwies“, zitiert der Sender CNN Stone.

    Snowden hatte im Juni 2013 den Zeitungen Washington Post und The Guardian eine Reihe von Geheimdokumenten über Ausspähaktivitäten der USA und Großbritanniens übergeben. Danach flüchtete er zuerst nach Hongkong, später nach Moskau.

    Russland gewährte dem Whistleblower zunächst einjähriges Asyl unter der Bedingung, dass er seine Aktivitäten gegen die USA einstellt. Am 1. August 2014 wurde die Aufenthaltsgenehmigung für Snowden um drei Jahre verlängert. Damit kann er sich frei bewegen und auch ins Ausland reisen.

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    Tags:
    Gefahr, Film, NSA, Edward Snowden, Oliver Stone, Deutschland, USA
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