08:41 26 September 2018
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    Striktere Strafe für Kinderschänder: Kasachstan will chemische Kastration einführen

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    In Kasachstan wird derzeit über die Einführung der chemischen Kastration als Präventivmaßnahme gegen Pädophilie diskutiert. Außerdem soll eine Internetseite veröffentlicht werden, auf der Bilder von angeklagten Pädophilen offen zugänglich gemacht werden sollen, berichtet das Portal Today.kz.

    Laut dem ersten Vize-Generalstaatsanwalt Kasachstans, Iogann Merkel, soll eine Datenbank geschaffen werden, wo sich jeder Bürger Daten und Fotos von angeklagten Pädophilen ansehen kann.

    „Das ist internationale Praxis, die gute Resultate zeigt, da die Menschen gewarnt werden. Der Gesetzentwurf wird derzeit geprüft“, so Merkel.

    Die Generalstaatsanwaltschaft von Kasachstan hatte bereits im August 2015 vorgeschlagen, Pädophile präventiv chemisch zu sterilisieren. Der entsprechende Gesetzentwurf „Über die chemische Kastration von Pädophilen“ wird derzeit vom Senat, dem Oberhaus des kasachischen Parlaments, geprüft.

    „Das ist zwar nicht das absolute Allheilmittel, aber die ausländischen Erfahrungen zeigen, dass nach dieser Prozedur bei 60 Prozent der Straftäter die Lust auf solche Verbrechen vergeht“, so der Vize-Generalstaatsanwalt.

    Aus Sicht einer Vertreterin der Generalstaatsanwaltschaft, Leila Assanbajewa, sei es notwendig, die Personen, die solche Verbrechen begangen haben, psychologisch zu untersuchen, um bei ihnen die konkreten psychischen Störungen festzustellen. „Kastration soll nur als Präventivmaßnahme erwägt werden“, so Assanbajewa.

    Chemische Kastration nennt man eine spezielle Hormonbehandlung, die den Sexualtrieb außer Kraft setzt. Eine härtere Strafe für Pädophilie wird in Kasachstan diskutiert, seitdem die Zahl der Straftaten gegenüber Minderjährigen drastisch gestiegen ist. Innerhalb der letzten vier Jahre habe sich ihre Zahl verdoppelt 943 Fälle wurden allein im Jahr 2014 registriert.

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    Strafe, Pädophile, Kasachstan