06:05 16 Dezember 2019
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    Migranten durchwaten gefährlichen Fluss in Idomeni

    Gesperrte Balkanroute: 2.500 Flüchtlinge stürmen mazedonische Grenze

    © REUTERS / Stoyan Nenov
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    Nachdem die Balkanroute vor einer Woche geschlossen wurde, haben nun 2000 Flüchtlinge nahe des Flüchtlingscamps im griechischen Grenzort Idomeni den verzweifelten Versuch unternommen, nach Mazedonien zu gelangen, berichtet die mazedonische Zeitung „Becer“. Bei einer Flussüberquerung sollen dabei zwei Menschen ums Leben gekommen sein.

    „Zweieinhalb Tausend Flüchtlinge befinden sich derzeit nur wenige hundert Meter von dem Sicherheitszaun in den Feldern des an Griechenland angrenzenden Dorfes Moin entfernt. Vor den Augen dutzender griechischer Polizisten verließen sie am Morgen das Lager Idomeni, geführt von mehreren griechischen Bürgern, die sich als NGO-Aktivisten vorstellten“, schreibt das Blatt. 

    Die Gruppe der vorwiegend aus Syrien, dem Irak und Afghanistan stammenden Flüchtlinge sei von mazedonischen Polizisten und Militärs aufgehalten worden. Allerdings könnte nur der mazedonische Präsident und Oberbefehlshaber Djordje Ivanov der Armee den Befehl erteilen, die Grenze zu schützen. Er befände sich aber zurzeit auf einem Staatsbesuch in Ägypten. 

    Nach Medienberichten seien bei einer Überquerung des Flusses Suva nahe Idomeni drei Flüchtlinge ertrunken.

     

     

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    Tags:
    Migranten, Idomeni, Mazedonien, Griechenland