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06:18 22 September 2019
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    Hillary Clinton spricht vor den Wählerinnen des Bundesstaats Iowa

    Kein einziges Opfer in Libyen? Clinton „vergisst“ die dort getöteten US-Bürger

    © REUTERS / Brian Snyder
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    Bei einer Wahlveranstaltung im US-Bundesstaat Illinois hat die US-Präsidentschaftsbewerberin der Demokratischen Partei Hilary Clinton gesagt, in Libyen hätten die USA keinen einzigen Menschen verloren, schreibt "Foxnews" am Montag. Die in Bengasi ermordeten US-Diplomaten hat die Ex-Außenministerin dabei wohl vergessen.

    Sie hat die damalige Situation in Libyen mit dem heutigen Blutvergießen in Syrien verglichen:

    „Wir haben da keinen einzigen Menschen verloren. Wir hatten kein Problem bei der Unterstützung unserer europäischen und arabischen Verbündeten bei der Zusammenarbeit mit der Nato“, so Clinton.

    Dabei ließ sie jedoch den bewaffneten Überfall auf die US-Botschaft in Bengasi am 11. September 2012 unerwähnt. Damals wurden vier Menschen getötet: der Botschafter Chris Stevens, der Diplomat Sean Smith sowie die beiden ehemaligen Mitglieder der Sondereinheiten Tyrone Woods und Glen Doherty. Am Folgetag kamen bei einem Angriff auch zwei CIA-Männer ums Leben.

    Ursprünglich hatte man den Überfall mit dem Film „Innocence of Muslims“ in Zusammenhang gebracht, den viele Muslime als Beleidigung empfunden haben. Der Kongress-Ausschuss für den Benghasi Anschlag kam jedoch zu dem Schluss, dass die Attacke geplant und keine spontane Aktion gewesen war.

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    Tags:
    Botschafter, Hillary Clinton, Libyen, USA