12:01 22 April 2019
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    Peking entrüstet: Argentinische Küstenwache versenkt chinesisches Fischerboot

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    Die argentinische Küstenwache hat ein chinesisches Fischerboot versenkt, nachdem dieses beim illegalen Fischfang in argentinischen Gewässern erwischt worden war, wie der Leiter des Dienstes, Miguel Angel Reyes, mitteilt. China reagiert mit Protest.

    „Vier Besatzungsmitglieder, darunter der Kapitän, konnten wohlbehalten geborgen und jetzt in den Hafen Puerto Madryn überführt werden“, zitiert das Portal La Nacion den Chef der Küstenwache.

    Das Fischerboot sei in der Nacht auf Sonntag im Südatlantik, etwa fünf Kilometer innerhalb der von Argentinien als exklusive Wirtschaftszone beanspruchten 200-Meilen-Grenze gesichtet worden. Das chinesische Schiff habe den Anweisungen zum Beidrehen nicht Folge geleistet. Im Gegenteil, das chinesische Schiff habe versucht, das Küstenschutzboot zu rammen und zu entkommen. 

    Daraufhin habe die Küstenwache das Feuer eröffnet und das Schiff versenkt. Zwei chinesische Begleitboote des gesunkenen Fischerschiffes konnten entkommen. Nun sollen die festgenommenen chinesischen Fischer wegen illegalen Fischfangs in argentinischen Gewässern vor Gericht gestellt werden.  

    China äußerte seinen klaren Protest gegen das strikte Vorgehen. „Das Außenministerium und die Botschaft Chinas in Argentinien haben ihren Protest gegenüber der argentinischen Seite ausgedrückt und sich besorgt über den Vorfall gezeigt“, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lu Kang.      

    Peking erwarte nun von Buenos Aires, gründlich in dem Vorfall zu ermitteln und effiziente Vorbeugungsmaßnahmen zur Verhinderung derartiger Zwischenfälle in Zukunft zu ergreifen.

    Tags:
    Fischfang, Fischerboot, Portal La Nacion, Außenministerium Chinas, Miguel Angel Reyes, Lu Kang, Argentinien, China
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