16:30 25 Januar 2020
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    US-Forscher haben einen Maschinenlernalgorithmus entwickelt, welcher automatisch Tweets erkennt, bei denen der Nutzer zu viel Alkohol zur Brust genommen hat. Außerdem kann die Neuentwicklung auch den Aufenthaltsort der alkoholisierten User feststellen.

    “Es ist nicht unbedingt der beste Weg sich auszusöhnen, wenn man um ein Uhr nachts nach einer Flasche Chardonnay tränenreiche, von Selbstmitleid erfüllte Tweets an den Ex-Partner schickt. Wir alle wissen, dass Alkohol und Tweeting nicht immer eine gute Kombination sind“, schreibt das wissenschaftliche Online-Magazin „Technology Review“.

    Laut dem Magazin haben nun Spezialisten aus der Rochester-Universität im Laufe eines Jahres eine Datenbank aus Twitter-Einträgen gesammelt, in denen Alkohol-Lexik genutzt wurde. Die Analyse von mehr als 11.000 Tweets habe den Wissenschaftlern dabei geholfen, einen Algorithmus für die Erkennung von „Suff“-Mitteilungen zu schaffen.  Indem der Computer bei einem Vergleich auf die Datenbank zurückgreift, kann er zudem herauszufinden, ob der Twitter-User vor oder während des Schreibens getrunken hat.

    Anhand solcher Wortanalysen konnten die Forscher auch feststellen, ob der User zuhause oder irgendwo unterwegs ist – als Indizien sorgten dafür solche typisch „häusliche“ Worte und Pattern wie zum Beispiel „Endlich zuhause!“, Badewanne, Sofa und Bett. Mit Hilfe eines Vergleich von Geolokationen, von wo aus der User seine Mitteilungen am meisten schrieb, konnte man sogar auf hundert Meter genau seine Heimadresse bestimmen.

    In Zukunft wollen die Forscher auf eine solche Art auch Geschlecht, Alter, ethnische Herkunft und andere Merkmale der User feststellen können. Diese Studie soll bei der Erforschung der Auswirkungen von Alkohol auf die Gesundheit helfen.

     

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    Tags:
    Datenbank, Alkohol, betrunken, Twitter, USA