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10:19 23 Oktober 2019
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    Prison Hotel in Roermond, Niederlande

    Knast zu vermieten: Niederlande verdienen Millionen mit Spezial-Angebot

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    Wegen Inhaftiertenmangels vermietet Amsterdam seine Gefängnisse im Land nun an EU-Genossen, wie das Portal El Confidencial berichtet.

    „Das Kriminalitätsniveau in unserem Land geht zurück. Unsere Gerichte verhängen zudem immer öfter Strafen, die keine Inhaftierung versehen“, zitiert das Portal eine Quelle aus der niederländischen Regierung, die anonym bleiben wollte.

    2014 saßen nach offiziellen Angaben 9710 Menschen im Land hinter Gittern. Gleichzeitig zählte das Gefängnispersonal – Wärter, Leiter, Putzfrauen usw. – im selben Jahr 9914 Angestellte und übertrafen damit die Insassen.

    Als die Niederländer „die Anzeige über die Gefängnis-Vermietung auf gaben“, zeigte als erstes Belgien ernsthaftes Interesse. Das Land liegt europaweit weit oben auf der Kriminalitätsskala. Auf 1000 Einwohner entfallen etwa 97 Straftaten. Schlimmer sieht es nur noch in Schweden aus: Hier werden 148 kriminelle Straftaten pro 1000 Einwohner begangen.

    Neben Belgien, dass nach Angaben des Portals aktuell 500 Inhaftierte in die Niederlande schicken möchte, sei auch Norwegen an dem ungewöhnlichen Angebot interessiert. Der Quelle des Portals zufolge sei das Land bereit, 25 Millionen Euro je Haftjahr für seine Täter zu zahlen. Wie viele Verbrecher Oslo hinter niederländische „schwedische Gardinen“ schicken wolle, sei nicht bekannt.

    Die Haftzellen werden für 25 Euro pro Quadratmeter angeboten. Sie sind mit einem Fernseher, Badezimmer, Schreibtisch und Kühlschrank ausgestattet. Die Gefangenen können zudem im Garten spazieren gehen, Obstbäume pflegen oder Gemüse anbauen.

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    Tags:
    Strafe, Angebot, Gefängnis, Haft, Norwegen, Belgien, Niederlande