SNA Radio
    Rettungskräfte und Polizisten an der U-Bahn-Station Maelbeek in Brüssel

    Nach Brüssel-Anschlägen: Toyota und Nissan verbieten ihrem Personal Belgien-Reisen

    © AFP 2019 / Nicolas Maeterlinck
    Panorama
    Zum Kurzlink
    32021

    Nach den blutigen Anschlägen in Brüssel haben die japanischen Autogiganten Toyota und Nissan ihrem Personal verboten, nach Belgien zu reisen. Wie der TV-Sender NHK am Dienstag berichtete, fallen unter das Verbot auch andere Länder, sollte die Route über Belgien führen.

    In der belgischen Hauptstadt residiere der Hauptsitz der europäischen Toyota-Repräsentanz mit etwa 320 Mitarbeitern. Das Verbot für Belgien-Reisen gelte für ausnahmslos alle Beschäftigten. Ähnliche Maßnahmen habe auch Nissan ergriffen. In Belgien befänden sich ferner Vertretungen der Konkurrenten Honda und Mazda, über deren Sicherheitsvorkehrungen bislang nichts bekannt sei, so NHK.

    Nach Angaben des Außenministeriums in Tokio sind derzeit 228 japanische Unternehmen in Belgien aktiv. 58 von ihnen sind Produktionsfirmen. Es gibt ferner 13 Spediteurfirmen sowie zehn Finanzeinrichtungen und Banken.

    Am Brüsseler Flughafen hatte es am Dienstagmorgen zwei Explosionen gegeben. Die belgischen Behörden gehen davon aus, dass mindestens einer der Sprengsätze durch einen Selbstmordattentäter gezündet worden war. Wenig später hatte sich eine weitere Explosion in der U-Bahnstation Maelbeek in der Nähe des EU-Viertels ereignet. Bei den Anschlägen sind mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen, rund 250 wurden verletzt. Für die nächsten drei Tage hat das belgische Innenministerium Staatstrauer verkündet. Zu den Anschlägen bekannte sich die Terrororganisation Daesh (auch „Islamischer Staat", IS).

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Explosionsserie am Flughafen und in der U-Bahn in Brüssel
    Brüssel verkündet nach Terroranschlägen drei Tage Staatstrauer
    Daesh bekennt sich zu blutigen Anschlägen in Brüssel – Agentur Amaq
    Tags:
    Belgien-Reisen, Verbot, Nissan, Toyota, Belgien, Japan