07:04 26 Januar 2020
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    Das US-Journal „Fortune“ hat den russischen Kosmonauten Michail Kornijenko in die Liste der 50 bedeutendsten Personen, die die Welt verändert haben, aufgenommen. Er ist der einzige russische Staatsbürger in dem Ranking. An der Spitze steht Amazon-Chef Jeff Bezos, gefolgt von der Bundeskanzlerin Angela Merkel.

    Das Journal ehrt mit dieser Top-50-Liste die Verdienste einzelner Personen aus aller Welt in Wirtschaft, Politik, Sozialwesen und Kunst, eben  „Männer und Frauen, die die Welt verändern und andere dazu inspirieren“. 

    Kornijenko befindet sich gemeinsam mit dem US-Astronauten Scott Kelly auf Platz 22. Beide haben mehr als 11 Monate an Bord der Internationalen Raumstation ISS verbracht. „Fortune“ vergleicht die Kooperation der beiden Raumfahrer in Zeiten abkühlender Beziehungen zwischen Russland und den USA mit dem berühmten Händedruck von Alexej Leonow und Thomas Stafford nach dem Andocken des Sojus-19-Raumschiffes an die amerikanische „Apollo“ mitten im Kalten Krieg.

    „Der ‚Händedruck im All‘, wie dieses Geschehen damals bezeichnet wurde, war ein verblüffender diplomatischer Schritt in den Jahren des Kalten Krieges. Er symbolisiert, dass selbst Antagonisten, die einander tiefes Misstrauen entgegenbringen, zumindest im luftleeren Raum Berührungspunkte finden können“, heißt es in der Publikation.

    Fotos: Aufgenommen von der ISS: Faszinierende Erde

    „Sie haben den Planeten 5.440 Mal umkreist, 144 Millionen Meilen zurückgelegt, aber auch mehr als 400 wissenschaftliche Experimente durchgeführt und unsere Vorstellungen vom Einfluss des Weltraums auf den Menschen erweitert. Sie haben demonstriert, dass die Grenzen zwischen den Nationalitäten verwischen, sobald man den Grenzen des überhaupt Möglichen näherkommt“, schreibt „Fortune“.

    © Sputnik .
    ISS-Besatzung (Kosmonaut Michail Kornijenko und sein amerikanischer Kollege Scott Kelly): Die russisch-amerikanische Freundschaft im Weltraum funktionert besser als auf der Erde

    „Etwa 40 Jahre später haben der amerikanische Astronaut Scott Kelly und der russische Kosmonaut Michail Kornijenko nicht nur diese Geste des guten Willens wiederholt, sondern sie auch auf ein Niveau von staatlicher Bedeutung gehoben“, schreibt das Journal.

    Unter den „Fortune“-Weltverbesserern sind ebenfalls die IWF-Chefin Christine Lagarde, der kanadische Premierminister Justin Trodeau, Papst Franziskus sowie Apple-Chef Tim Cook.

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    Tags:
    Internationale Raumstation ISS, Tim Cook, Papst Franziskus, Justin Trodeau, Christine Lagarde, Scott Kelly, Michail Kornijenko