18:18 05 Dezember 2019
SNA Radio
    Das belgische Atomkraftwerk Tihange bei Charleroi

    Nach Mord an AKW-Wächter: Charleroi-Behörden schließen terroristische Spur aus

    © AFP 2019 / ERIC LALMAND
    Panorama
    Zum Kurzlink
    8343
    Abonnieren

    Nach dem Mord an einem Sicherheitsmann des belgischen Atomkraftwerks Tihange hat die Anwaltschaft von Charleroi eine terroristische Spur ausgeschlossen. „Bislang gibt es keine Belege dafür“, teilte die Behörde am Samstag mit.

    Die Bundesstaatsanwaltschaft Belgiens, die alle Aspekte der Anti-Terror-Ermittlungen koordiniert, gab bislang keinen Kommentar dazu.

    Zuvor hatte die belgische Zeitung „La Dernière Heure“ berichtet, dass ein AKW-Wachmann in Charleroi getötet worden war. Den Angaben zufolge gelangten die Täter auch in den Besitz seines Zugangsausweises. Der Wachmann soll vor dem Kraftwerk patrouilliert sein, als ihn unbekannte Täter erschossen. Zuvor wurde bekannt, dass die Terroristen von Brüssel auch den Chef des belgischen Nuklear-Programms per Überwachungskamera ausgespäht hatten.

    Nach Angaben der belgischen Agentur Belga wurde Didier Prospero, Mitarbeiter der privaten Wachfirma G4S, im eigenen Haus bei Charleroi erschossen. Getötet worden sei auch sein Hund. Die Leiche des Vaters sei von den Kindern entdeckt worden, die die Polizei alarmiert hätten. Einigen Medienberichten zufolge wurde der Zugangsausweis des Wachmannes nicht gestohlen.

    Mit den Ermittlungen zu diesem Fall wurde die örtliche Abteilung der Kriminalpolizei beauftragt. Für die Bekämpfung des Terrors in Belgien ist die Bundespolizei zuständig.

    G4S bewacht besonders wichtige Objekte in Land, darunter den NATO-Hauptsitz in Brüssel.

     

     

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Russland warnte Belgien vor Ankunft der Terroristen
    Belgien schließt diplomatische Vertretungen in der Türkei
    Belgien selber schuld? Wie Riads günstiges Öl Radikalisierung fördert
    Belgien schließt Grenze zu Frankreich - erhöht Sicherheitsvorkehrungen an Atomanlagen
    Tags:
    AKW-Wachmann, Mord, Belgien