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11:55 19 Oktober 2019
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    Demonstranten protestieren gegen die Terrorwelle in Brüssel

    Brüsseler Terroropfer-Gedenktag: Polizei geht mit Wasserwerfern gegen Hooligans vor

    © REUTERS / Yves Herman
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    Mehrere Hundert Hooligans haben Medienberichten zufolge eine Gedenkveranstaltung auf dem Brüsseler Börsenplatz gestört. TV-Bilder zeigen schwarz gekleidete, vermummte und maskierte Personen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Belga umfasste die Gruppe etwa 450, teilweise stark alkoholisierte Personen. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein.

    Die Hooligans skandierten: „Belgische Hooligans! Wir sind hier zu Hause!“ Die Agentur AFP spricht von etwa 200 Störern.

    Es kam zu Rangeleien mit den Ordnungshütern, die mit Schlagstöcken, Schilden und Helmen ausgerüstet waren. Daraufhin setzten die Sicherheitskräfte Wasserwerfer ein.

    Fernsehbilder des Senders CNN zeigten ebenfalls, wie Bengalische Feuer auf dem Platz gezündet wurden. Polizisten rückten zur Sicherung des Platzes an und trennten die Hooligans von den übrigen Anwesenden. Nach Einschätzung von Augenzeugen soll es sich um Rechtsextreme gehandelt haben. Die Polizei sperrte den Platz laut der Agentur Belga ab.

    Trotz der Absage des geplanten Gedenkmarschs "Gegen die Angst" für die Opfer der Terroranschläge hatten sich am Nachmittag mehrere Hundert Menschen an der Börse versammelt.

    CNN zufolge riefen Gegenprotestanten: „Wir sind alle Kinder von Immigranten“. Reporter des Senders Euronews sprachen von Slogans wie „Brüssel multikulturell“.

    Bei der Anschlagsserie am Dienstag in Brüssel waren mindestens 31 Menschen getötet worden, 270 weitere hatten Verletzungen erlitten. Zwei Bomben explodierten am Brüsseler Flughafen, eine weitere in der U-Bahnstation Maelbeek nahe des EU-Viertels. Zu den Anschlägen bekannte sich die Terrororganisation Daesh (auch „Islamischer Staat", IS), die mehrere Gebiete im Irak und in Syrien kontrolliert.

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    Hooligans, Gedenktag, Polizei, Terroranschläge von Brüssel, Brüssel