02:24 20 April 2019
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    Palmyra nach der Befreiung von Terroristen

    Westmedien zu Palmyra-Befreiung: Bedeutender Sieg für Assad und Moskau

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    Die Befreiung der antiken Oasenstadt Palmyra hat laut westlichen Medien für Damaskus eine große symbolische und strategische Bedeutung.

    So bezeichnet beispielsweise The Washington Post die Zurückeroberung der antiken Stadt als bedeutsamen Sieg des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Die syrische Armee habe offensichtlich die Oberhand über den zerstörerischen Bürgerkrieg erlangt, der sich in einen gefährlichen, indirekten Konflikt verwandelt habe, so die Zeitung.

    Laut The Washington Post ist es auch ein Sieg Russlands: Der russische Luftwaffeneinsatz habe den Kämpfergruppierungen schwere Verluste zugefügt und zugleich Assads Positionen gestärkt. 

    „Diese Schlacht hat erneut gezeigt, wie die russische Beteiligung die Lage Assads verändert hat“, schreibt New York Times.

    Die Kämpfer der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS), die  Palmyra im Mai 2015 ohne Mühe erobert hätten, seien jetzt gezwungen,  sich unter dem Sturm der syrischen Regierungstruppen und der russischen Fliegerkräfte zurückzuziehen. Der strategisch wichtige Sieg stärke auch die Rolle der Assad-Regierung im Anti-IS-Kampf, berichtet die US-Zeitung.    

    Diese Meinung teilt auch die britische Zeitung The Guardian. Die Befreiung Palmyras „stärkt merklich den Kampfgeist“ sowohl in Damaskus als auch in Moskau. Die Einnahme von Palmyra sei ein wichtiger militärischer Erfolg für die syrischen Truppen gewesen. 

    Die Stadt werde nun die Basis sein, von der aus weitere Militäroperationen gegen den IS, insbesondere in Rakka und Deir ez-Zor, geführt würden, schreibt Die Zeit.

    Wie Die Welt unter Berufung auf den Chef der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Abdel Rahman, berichtet, haben die Islamisten die größte Niederlage seit Ausrufung des Kalifats im Jahre 2013 erlitten. 

    Mit Palmyra verliere die IS-Miliz "automatisch die große syrische Wüste" bis zur Grenze zum Irak, zitiert Die Welt Abdel Rahman. 

    Besondere Aufmerksamkeit widmen auch deutsche Medien dem Wiederaufbau der antiken Stadt. So hat Kunsthistoriker Horst Bredekamp in einem Beitrag für den Tagesspiegel zu einem möglichst schnellen Wiederaufbau der antiken Denkmäler in Palmyra aufgerufen. 

    Palmyra zählt wegen seiner antiken Ruinen zum Unesco-Weltkulturerbe. 

    Der IS hatte Palmyra im Mai 2015 erobert. Seitdem sprengten die Terrormilizen eine Vielzahl geschützter antiker Bauwerke. Die Stadt hat auch strategischen Wert, weil sie an einer wichtigen Straße vom Westen des Landes in Richtung Rakka liegt.

    In der vergangenen Woche konnten die syrischen Regierungstruppen die antike Stadt befreien. Zuvor hatte die russische Luftwaffe Dutzende Feuerstellungen und militärische Objekte des IS im Raum Palmyra zerbombt.

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    Tags:
    Wiederaufbau, Anti-Terror-Kampf, Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR), Tagesspiegel, Die Welt, New York Times, Terrormiliz Daesh, The Washington Post, Horst Bredekamp, Rami Abdel Rahman, Baschar al-Assad, Russland, Syrien