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11:15 21 August 2019
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    Ein Mann mit einer Zwille vor ukrainischem Parlament

    Mit der Zwille: Rogosin schlägt Kiew "Waffen" zu Bekämpfung russischer Satelliten vor

    © Sputnik / Alexander Maximenko
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    Russlands Vizepremier Dmitri Rogosin hat die Idee zur Erhebung einer Gebühr für den Durchflug russischer Satelliten über der Ukraine als Ironie bezeichnet und vermutet, dass die Soldaten dieses Landes diese gemeinsam mit Steinschleudern abschießen werden.

    „Die Bandera-Anhänger haben beschlossen, Satelliten der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos abzuschießen. Es ist anzunehmen, dass die ganze Nationalgarde am Ziehen der Schleuder teilnehmen wird“, schrieb Rogosin in seinem Twitter-Account. 

    ​Zuvor tauchte auf der Webseite des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko eine Petition mit dem Aufruf auf, „Gebühren für den Durchflug russischer Raumfahrzeuge über dem ukrainischen Staatsgebiet zu erheben“.

    Sollte Russland den Durchflug nicht bezahlen, ist Kiew laut dem Autor der Petition berechtigt, Satelliten zu konfiszieren oder „als Schmuggelwaren zu vernichten“. 

    Für die Prüfung der Petition durch den Präsidenten müssen Bürger innerhalb von 90 Tagen 25.000 Unterschriften sammeln. Vorläufig haben nur drei ukrainische Bürger ihre Unterschriften unter das Dokument gesetzt. 

    Auf dem Portal des ukrainischen Staatschefs tauchen oft merkwürdige Petitionen auf, die aber manchmal von der Bevölkerung unterstützt werden. So wurde Poroschenko im Dezember 2015 vorgeschlagen, das orthodoxe Weihnachtsfest mit den „europäischen Weihnachten“ zusammenzulegen.

    Sehr populär war unter den Ukrainern die Petition, die Vorsitzende der Partei Batkiwschtschina, Julia Timoschenko, als Botschafterin nach Honduras zu entsenden. Diese im September 2015 auf der Webseite des Präsidenten veröffentlichte Initiative bekam in nur einem Monat mehr als 27.000 Unterschriften.

    Poroschenko hatte diese Initiative laut geltender Gesetzgebung geprüft, aber später abgelehnt. Laut dem Staatschef vertreten zurzeit die Botschaften in Mexiko und auf Kuba die Interessen der Ukraine in Zentralamerika und in der Karibik, sodass Kiew keine Absicht hat, eine zusätzliche diplomatische Vertretung in Honduras zu eröffnen.

    Unterdessen kann jeder Interessierte seine Petition auf der Webseite von Poroschenko veröffentlichen. So haben die Ukrainer in letzter Zeit „die Gründung einer einheitlichen Ukrainisch-orthodoxen Landeskirche und die Durchführung eines Resets der ukrainischen Staatsmacht“ vorgeschlagen.

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    Tags:
    Gebühren, Durchflug, Satellit, Vaterland (Batkiwschtschina), Julia Timoschenko, Petro Poroschenko, Dmitri Rogosin, Karibik, Kuba, Mexiko, Honduras, Russland, Ukraine