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    Chirurg (Alexander Saldostanow), der Leiter des Motorradclubs „Nachtwölfe“

    Neue "Siegesfahrt": Das sind die Ziele der „Nachtwölfe“ in Berlin

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    Biker-Club „Nachtwölfe“ auf Siegesfahrt 2016 nach Berlin (11)
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    Einen Monat vor ihrer neuen Gedenktour durch Europa machen die „Nachtwölfe“ einige Punkte ihres Reiseprogramms bekannt. Am 71. Jahrestags des Kriegsendes wollen russische Biker unter anderem Ausschwitz besuchen und mit einer Veranstaltung am Brandenburger Tor der Kriegsopfer gedenken.

    Die Rocker machen sich am 29. April von Moskau auf den Weg. Ihrer Reise soll dann über Weißrussland, Polen, die Slowakei, Österreich und Tschechien führen und am 9. Mai in Berlin enden.

    In Weißrussland wollen die „Nachtwölfe“ Chatyn und die Brester Festung besuchen, wie der Sprecher des Biker-Clubs Andrej Bobrowski mitteilte. In Polen stehen ein Soldatenfriedhof in Breslau und das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz auf dem Besuchsprogramm.

    Nach den Problemen vom vorigen Jahr hoffen die Biker, dass die polnischen Behörden jetzt keinen Skandal machen werden. „Wir planen, am 1. Mai die Grenze zu überqueren. Ich hoffe, dass in diesem Jahr mehr Adäquatheit seitens der polnischen Behörden gegeben sein wird.“

    Nach Polen wollen die Biker den Friedhof der Sowjetsoldaten und das Kriegerdenkmal Slavín in Bratislava sowie Denkmäler in Wien und Dresden besuchen. Am 9. Mai wollen sie gemeinsam mit deutschen Motorradfahrern und Veteranen an Gedenkveranstaltungen im Treptower Park, in Berlin-Schönholz und am Brandenburger Tor teilnehmen.

    Der Leiter der Nachwölfe, Alexander Saldostanow alias Chirurg, muss dieses Mal zuhause bleiben. Weil die USA und dann auch die EU gegen ihn persönliche Sanktionen verhängt haben, kann der 53-Jährige kein Einreisevisum bekommen.

    Bereits im vergangenen Jahr haben die „Nachtwölfe“ — anlässlich 70 Jahre Kriegsende – versucht, mit einer Motorradtour von Moskau nach Berlin an den Sieg der Sowjetunion über Hitlerdeutschland zu erinnern und der Kriegsopfer zu gedenken. Doch schon an der polnischen Grenze wurde klar, dass sich das Vorhaben nicht nach Plan umsetzen lassen würde.

    Polen verweigerte den „Nachtwölfen“ die Einreise. Auch Deutschland annullierte mehreren Bikern die Einreisevisa. Dennoch gelang es vereinzelten Biker-Gruppen, die „Siegestour“ fortzusetzen und im Treptower Park sowie im Deutsch-Russischen Museum in Karlshorst Blumen niederzulegen. Zahlreiche örtliche Sympathisanten begleiteten die Biker auf ihrer 6000 Kilometer langen Reise.

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    Motorradclub Nachtwölfe, Polen, Deutschland, Russland